Mexiko-Stadt (Mexiko) - Angespannte Stimmung bei Red Bull! Während der WM-Titel nicht mehr in erreichbarer Nähe für Max Verstappen (29) ist, knallt es jetzt auch noch im eigenen Stall. Denn beim zweiten freien Training zum Grand Prix der Formel 1 von Mexiko lieferten sich der Niederländer und sein Ex-Teamkollege Liam Lawson (24), der mittlerweile für die Racing Bulls fährt, einen unnötigen Zoff auf der Strecke.
Das Ergebnis: Lawson flog der Frontflügel weg, auch Verstappens Auto wurde beschädigt. Der viermalige Weltmeister teilte nach der Kollision verbal ordentlich gegen den Neuseeländer aus: "Aus meiner Sicht ist das einfach kein sehr schlaues Verhalten, wenn man in seiner Position ist, sich auf einen Kampf mit mir einzulassen. Wenn ich er wäre, würde ich mich ein bisschen klüger verhalten. Vor allem, wenn man um sein Cockpit kämpft."
Verstappen spielt dabei auf die Vertragssituation des 24-Jährigen an, der für die kommende Saison noch keinen sicheren Platz in der Formel 1 hat. Was war passiert?
Der Niederländer erhielt von seinem Team die Anweisung, auf dem Weg zur Kurve 12 an Lawson vorbeizugehen. Doch der wollte keinen Platz machen, sondern gab Gas. "Als er mich sah, beschleunigte er plötzlich", so Verstappen irritiert.
Damit ging der Streit erst so richtig los, beide Boliden fuhren die kommenden Meter Flügel an Flügel. Erst bremste Verstappen Lawson aus, dann hielt der Neuseeländer in Kurve 13 voll dagegen, bis es schließlich in Kurve 14 zum Kontakt kam, und beide Autos beschädigt wurden.
Formel-1-Stewards fackeln nicht lange und verhängen Strafen mit Folgen
"Ich weiß nicht, was ihm durch den Kopf ging, als er mich in der Haarnadel einfach von der Strecke gedrückt hat?", fragte Max Verstappen ungläubig.
Doch Liam Lawson wollte sich die Schuld nicht in die Schuhe schieben lassen und schoss Giftpfeile in Richtung seines Ex-Teamkollegen: "Er fuhr mir einfach rein", sagte er und ergänzte: "Jedes Wochenende! Was ist mit diesem Typen los? Wenn ich jedes einzelne Mal rausnehme, was zum Teufel soll ich dann tun? Er kam von abseits der Strecke und fuhr mir in die Seite."
Den Stewarts der Formel 1 passten diese Szenen gar nicht, beide Piloten wurden zum Vorfall befragt. Beide gaben demnach zu, nachlässig gehandelt zu haben.
Die Strafe folgte sogleich und fiel hart aus: Sowohl Verstappen als auch Lawson werden bei der Startaufstellung am Sonntag um einen Platz strafversetzt. Zudem bekommen beide einen Strafpunkt auf ihr Konto. Unnötiger Zoff im eigenen Stall!