Von Dorothea Hülsmeier
Düsseldorf - Nach den positiven Bürgervoten in mehreren Städten sieht NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (50, CDU) gute Chancen für die Bewerbung der Region "KölnRheinRuhr" um die Olympischen Sommerspiele.
"Wenn es nach objektiven Kriterien geht, führt an der Bewerbung 'KölnRheinRuhr' kein Weg vorbei", sagte Wüst in Düsseldorf. Keine Olympia-Bewerbung habe mehr demokratische Legitimation und politische Stabilität als die aus NRW.
Am Ende werde aber der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheiden, welche deutsche Bewerbung auf internationaler Ebene die größten Erfolgsaussichten habe, sagte Wüst. "Wir sehen das sportlich."
In den Bürgerentscheiden in 17 Kommunen hatten 66 Prozent nach dem vorläufigen Endergebnis für eine Bewerbung der Region "KölnRheinRuhr" um die Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 gestimmt.
Die Wahlbeteiligung lag ohne Herten, das das erforderliche Quorum nicht erreicht hatte, bei 32,9 Prozent.
Rund 1,4 Millionen der mehr als vier Millionen Wahlberechtigten stimmten mehrheitlich für eine Teilnahme ihrer Kommune. Herten fällt wegen der zu niedrigen Wahlbeteiligung aus der Bewerbung heraus.
Entscheidung erst im September
NRW hat genau wie die Mitbewerber München, Hamburg und Berlin noch bis Anfang Juni Zeit, das Konzept nachzubessern. Der DOSB bewertet alle Kandidaten mithilfe einer Matrix, in die auch die Bürgerentscheide einfließen.
Am 26. September soll entschieden werden, welches der vier Konzepte für Deutschland ins internationale Bewerbungsverfahren geht.