Echter Olympia-Krimi! Krallt Kreher sich den Sieg im Skeleton?

Cortina d'Ampezzo (Italien) - Beim Weltcup-Finale in Altenberg buchte Susanne Kreher (27) erst auf den letzten Drücker ihr Olympia-Ticket. Vier Wochen später hat das Ass vom Dresdner SC plötzlich die Chance, sich am Sonnabend Skeleton-Gold zu krallen - unfassbar!

Ein super Start ins olympische Rennen. Susanne Kreher (27) fehlen nur vier Hundertstel zu Gold.  © DPA/Robert Michael

Dass die 27-Jährige gut fahren kann, bewies sie 2023 bei der WM in schweizerischen St. Moritz. Da schnappte sich Kreher überraschend die Titel. Danach fehlte ihr allerdings die Konstanz. Wie in der Trainingswoche in Cortina - mal lief's gut, mal gar nicht.

"Jetzt im Rennen bin ich richtig gut zurechtgekommen", schwärmte die gebürtige Annabergerin am Freitag nach den ersten beiden olympischen Rennläufen. Sie liegt nur winzige vier Hundertstel hinter der Führenden Janine Flock (36). Die Österreicherin hatte im ersten Durchgang für den ersten Bahnrekord (57,22 Sekunden) gesorgt.

Aber das deutsche Material passt. Die BSD-Girls fliegen regelrecht kopfüber durch den Eiskanal. So liegt Jacqueline Pfeifer (31, Winterberg) nach Bahnrekord (57,18) im zweiten Lauf nur 13 Hundertstel hinter Flock und neun hinter Kreher. Die Durchgänge drei und vier am Sonnabend versprechen einen echten Skeleton-Krimi.

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Susanne Kreher hat eine Medaille im Visier.  © Lutz Hentschel

Gefragt, ob Kreher jetzt Gold will, meinte sie: "Medaille ist das Ziel." Sie weiß, zu viel Druck bremst sie. Wer behält also die Nerven, wird nicht nervös? "Es gab in dieser Saison Weltcups, bei denen ich nervöser war. Bei mir ist das immer wie Würfeln", so die DSC-Athletin.

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