Kreditkarten-Skandal um Olympiasiegerin hallt nach: "Will, dass man mich in Ruhe lässt"

Antholz (Italien) - Sie polarisiert! Biathlon-Star Julia Simon (29) konnte direkt in den ersten zwei Rennen zwei Olympiasiege verbuchen. Doch ein Thema schwelt immer mit: der Kreditkarten-Skandal, für den die Französin erst im Herbst zu einer Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt worden war. Simon will ihre Ruhe haben - und bringt das Thema doch wieder selbst auf den Tisch.

Julia Simon (29) will ihre Kritiker zum Schweigen bringen.  © Andrew Medichini/AP/dpa

Denn als Simon am Mittwoch im Einzel mit einem riesigen Vorsprung auf Gold-Kurs ins Ziel einlief, hielt sie sich den Zeigefinger an den Mund. Die Message: Seid ruhig!

Sie habe am Abend vorher einen Artikel über sich gelesen, der "wirklich schlimm" gewesen sei, sagte sie nach dem Rennen und forderte Respekt von einem Journalisten von L'Equipe ein.

Bei Eurosport legte die Französin nach: "Jetzt will ich ehrlich gesagt, dass man mich in Ruhe lässt. Ich habe gestern Abend wieder Dinge gelesen, die mir nicht gefallen. Ich glaube, ich habe bewiesen, dass ich heute und auch schon vorher meinen Platz im Team verdient habe."

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Doch worum ging es Simon überhaupt?

Die 29-Jährige hatte vor mehreren Jahren mit der Kreditkarte ihrer Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet (29) Dinge im Wert von mehreren Tausend Euro gekauft, das allerdings bis zum Prozess im vergangenen Herbst geleugnet und davon gesprochen, selbst Opfer von Identitätsdiebstahl geworden zu sein.

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Olympia 2026: Julia Simon will sich auf Biathlon fokussieren

Mit zwei Goldmedaillen ist sie die bisher erfolgreichste Biathletin dieser Olympischen Spiele.  © Hendrik Schmidt/dpa

Daraufhin war Braisaz-Bouchet im Netz massiv angefeindet worden, selbst ihre Tochter bedroht worden. Die Französin musste ihre Social-Media-Accounts deaktivieren, um der Hasswelle zu entfliehen.

Seither ist die Stimmung im französischen Team angespannt, Simon macht schon mit ihrer bloßen Anwesenheit Schlagzeilen - und im Erfolgsfall erst recht.

Doch nachdem der juristische Teil durch das Urteil im Oktober abgeschlossen ist und Simon auch ihre vom französischen Verband verordnete Sperre von einem Monat abgesessen hat, will sie am liebsten nie wieder etwas über das Thema hören.

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"Ich glaube, ich muss niemandem mehr etwas beweisen, und jetzt möchte ich mich einfach nur auf Biathlon konzentrieren", betonte die zehnfache Weltmeisterin.

Das Kapitel sei innerhalb des Teams abgeschlossen: "Wir haben miteinander gesprochen, wir sind hier, um Medaillen zu gewinnen, um Biathlon zu betreiben, und ich denke, das haben wir wieder gezeigt."

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