Kängurus springen mitten ins Peloton: Irrer Crash bei Rad-Tour
Stirling (Australien) - Dramatischer Zwischenfall bei der Tour Down Under: Auf der fünften und finalen Etappe des WorldTour-Rennens gerieten zwei Kängurus dem Peloton in die Quere. Zahlreiche Fahrer kamen zu Fall, eines der Kängurus musste eingeschläfert werden.
Auf der Strecke von und nach Stirling sprangen knapp 95 Kilometer vor dem Ziel zwei Beuteltiere aus dem Gebüsch und erwischten zahlreiche Fahrer.
Mehrere der Sturz-Opfer, darunter UAE-Team-Emirates-Fahrer Mikkel Bjerg (27), mussten nach dem Crash das Rennen aufgeben, von schweren Verletzungen war aber glücklicherweise nicht die Rede.
Immerhin konnte der Gesamtführende Jay Vine (30), den es bei der Tour in seinem Heimatland ebenfalls erwischte, das Rennen wieder aufnehmen und am Ende seinen zweiten Gesamtsieg bei der Australien-Tour einfahren.
"Alle fragen mich, was das Gefährlichste in Australien ist, und ich sage immer: Kängurus", sagte der Lokalmatador nach seinem Sieg bei Channel 7.
"Sie lauern im Gebüsch, bis man nicht mehr bremsen kann, und dann springen sie plötzlich vor dich. Das hat sich heute wieder bewahrheitet. Zwei von ihnen stürmten durchs Peloton, als wir wahrscheinlich 50 km/h fuhren, und eines blieb stehen und rannte abwechselnd links und rechts, bis ich ihm schließlich in den Hintern krachte", erklärte Vine.
Tour in Down Under: Ein Känguru muss nach Crash eingeschläfert werden
Als Australier wusste der 30-Jährige sofort, dass noch ein zweites Känguru auftauchen würde, sobald er das erste erspähte. "Es sind immer zwei - ein kleines und ein großes", so der UAE-Team-Emirates-Fahrer: "Es war eine Weile lang ziemlich verrückt."
Doch nicht für alle nahm der Crash so ein glimpfliches Ende: Schon auf Videoaufnahmen des Rennens ist zu sehen, dass eines der Kängurus sich wohl schwerer verletzte, es hüpfte nur holprig davon. Channel 7 bestätigte schließlich, dass das Tier eingeschläfert werden musste.
Titelfoto: Bildmontage: Matt Turner/AAP/dpa, Screenshot/X/@SBSSportau
