Hockenheim (Baden-Württemberg) - Der Alphaville-Eklat schlägt immer noch hohe Wellen. Auch Fußball-Weltmeister und Mitveranstalter des "Glücksgefühle"-Festivals Lukas Podolski (41) hat sich inzwischen dazu geäußert - mit unschönen Folgen.
Denn wie der 130-fache Nationalspieler jetzt öffentlich machte, ist nicht nur er, sondern auch seine Familie persönlich angegriffen worden.
"Die Leute sollen vorsichtig sein, wie sie über mich reden. Ein Lukas Podolski kann auch anders. Ich lasse weder mich noch meine Familie beleidigen", stellte "Poldi" auf der Pressekonferenz des Festivals klar.
Schließlich wisse jeder, woher der gebürtige Pole komme und daher lasse er sich nicht in "irgendeine politische Ecke drängen".
Zuvor hatte die Legende des 1. FC Köln Markus Krampe (55), mit dem er das Festival veranstaltet, verteidigt, der die Kultband Alphaville aufgrund ihrer politischen Haltung zunächst ausgeladen hatte und dann zurückgerudert war.
"Ich finde es gut, dass Markus die Entscheidung nochmal überdacht und klar gesagt hat, dass es ein Fehler war", nahm Podolski seinen Geschäftspartner in Schutz.
Markus Krampe gesteht Fehler ein
Und auch der 55-jährige Krampe stellte klar, dass, wenn es um seine Familie gehe, Ende sei.
Zudem machte er deutlich, dass Podolski in der Causa Alphaville keine Schuld treffe.
"Ich habe die Schuld auf mich genommen. 'Poldi' hat ja auch viel abbekommen, aber ich möchte ihn aus der Schusslinie nehmen. Denn er hatte es aus den Medien erfahren", erklärte der Festival-Macher gegenüber "Bild".
Außerdem räumte er einen Fehler im Umgang mit der Band Alphaville ein und, dass sein Vorgehen "dämlich" gewesen sei.
"Das muss ich mir eingestehen", verdeutlichte Markus Krampe abschließend.
Zwar öffnete man der Kultband wieder die Türen, auf dem altehrwürdigen Hockenheimring aufzutreten, doch Sänger Marian Gold (72) stellte schnell klar, dass kein Interesse ihrerseits bestehe.