Köln - Jetzt mischt sich der Weltmeister ein! Vor dem Rheinderby am Sonntag übt ausgerechnet Lukas Podolski (41) scharfe Kritik an der Spielweise seiner Geißböcke.
Niemand sonst darf im Schatten des Kölner Doms derart über den Effzeh reden wie "Prinz Poldi".
Kurz vor dem Aufeinandertreffen der Rheinrivalen aus Köln und Leverkusen macht der Weltmeister von 2014 deutlich, dass er nicht wisse, für welche Spielweise der 1. FC Köln unter Trainer René Wagner (38) unterm Strich stehe.
"Mir fehlt beim FC eine klare Spielidee", erklärt der 41-Jährige gegenüber der Express.
Nach bisher acht Spieltagen frage sich der unangefochtene Publikumsliebling, was Wagner aus seinem Kader herausholen wolle. "Wofür steht die Mannschaft? Spielt sie defensiv kompakt und lauert auf Konter, setzt sie aufs Umschalten, spielt sie offensiv oder mit viel Ballbesitz?"
Ohnehin genießt der einstige Interimstrainer nicht das allergrößte Vertrauen beim "Kölschen Jung". Das liegt seiner Ansicht nach aber an den unzähligen Trainerwechseln in den vergangenen Jahren.
Lukas Podolski kritisiert Leistungen der FC-Spieler
"Seit Steffen Baumgart weg ist, hatte der FC in etwa drei Jahren fünf Trainer. Das ist zu viel. Wenn man ständig Trainer und Verantwortliche wechselt, hat man keine DNA als Verein oder Mannschaft", haut der Ex-Profi drauf.
Auch die Führungsetage um Thomas Kessler (44) sieht der ehemalige Leitwolf kritisch. "Der Kader, den Thomas Kessler zusammengestellt hat, müsste mehr können, als er auf dem Platz zeigt. [...] Beim FC wirkt es oft wie ein Durchwursteln - Hauptsache, das Ergebnis stimmt."
Das muss auch am Sonntagnachmittag (15.30 Uhr) gegen den Nachbarn aus Leverkusen stimmen.