Bittere Pleite im Tiebreak: DSC unterliegt Suhl im zweiten Finalspiel erneut

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Dresden - Zwei Sätze lief bei den DSC-Schmetterlingen gar nichts, dafür aber auch zwei Durchgänge sehr viel. Weil die Suhlerinnen im Tiebreak ihre Chancen nutzten, gab's für die Dresdnerinnen in Spiel zwei der Final-Serie eine 2:3 (25:23, 11:25, 26:24, 14:25, 13:15)-Pleite. Das Team aus Thüringen kann den deutschen Meistertitel bereits am Mittwoch klarmachen.

Nach der zweiten Pleite im Finale gegen Suhl war die Enttäuschung bei Jette Kuipers (r.) & Co. groß.
Nach der zweiten Pleite im Finale gegen Suhl war die Enttäuschung bei Jette Kuipers (r.) & Co. groß.  © Lutz Hentschel

"Es ist extrem schade und extrem enttäuschend", sagte Patricia Nestler und fügte an: "Wir haben nicht unseren besten Volleyball gespielt. Und es war trotzdem eng. Dass wir die Serie zu Hause nicht ausgleichen konnten, ist einfach sehr bitter."

Trotz der Rückkehr der Kapitänin gab es vorm Spiel den nächsten personellen Rückschlag für den DSC: Teresa Ziegenbalg und Amanda Siksna fehlten krankheitsbedingt im Protokoll. Positiv wirkte sich die Nestler-Rückkehr auf Lorena Lorber Fijok aus, die auf ihren angestammten Außenangriff durfte.

Schon nach dem achten Punkt - Fijok blockte Monika Brancuska zum 4:4 - gab es fast kein Halten mehr unter den 3000 Fans in der ausverkauften Margon Arena. Die Slowenin hatte direkt im Anschluss erneut oben am Netz ihre Finger am Ball. Marta Levinska bedankte sich nach Zuspiel von Emma Grome gleich doppelt und machte den Vier-Punkte-Lauf zum 6:4 perfekt.

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Die Stimmung kochte in der Halle nun so richtig. Wer nach dem Halbfinale gegen Stuttgart dachte, dass mehr nicht geht, der irrte sich. Der Jubel in der "Margon Hölle" über Levinskas Ass zum 18:14 war so laut, dass die Lettin den Pfiff zur Auszeit durch Gäste-Coach Laszlo Hollosy gar nicht erst mitbekam.

Mette Pfeffer schob den Ball durch den Suhler Block zum ersten Satz der DSC-Schmetterlinge in der Finalserie.

DSC im zweiten Finalspiel gegen Suhl zwei Sätze neben der Spur

Lorena Lorber Fijok (l.) hatte großen Anteil am zweiten Satzgewinn.
Lorena Lorber Fijok (l.) hatte großen Anteil am zweiten Satzgewinn.  © Lutz Hentschel

Nach einem desolaten zweiten Durchgang, in dem bei den Dresdnerinnen gar nichts zusammenlief, sah es auch in Abschnitt drei zunächst nicht viel besser aus: 15:21-Rückstand. Dann folgte der große Auftritt von Fijok.

Zuerst der konsequente Block, der DSC verkürzte auf 19:21. Ihre Aufschlag-Serie im Anschluss war aber noch stärker. Ein krachendes Ass perfekt auf die Linie, dann zwei weitere starke Aufschläge, die mit etwas Glück per Netzroller im Feld landeten. Erneut Pfeffer, diesmal allerdings per Block, machte den Satzgewinn zur 2:1-Führung klar.

Aber erneut das Bild wie zuvor: Wenig klappte, Suhl war einfach besser und holte sich auch seinen zweiten Satz deutlich. Es ging in den Tiebreak.

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Da ließ der Pokalsieger nichts anbrennen und machte einfach keine Fehler. Zum zweiten Sieg in der Finalserie vollendete Brancuska mit ihrem 30. Punkt des Abends.

Glück gebracht hat der Besuch von Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU, 50) keinen. Ob er kommenden Samstag nochmal die Chance für einen Besuch in der Margon Arena hat, ist noch nicht sicher.

Mit einem Heimsieg in der Wolfsgrube am Mittwoch (19 Uhr) können die Thüringerinnen die Serie zumachen - und erstmals Deutscher Meister werden.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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