DSC-Coach Waibl hat "keine Sorgen", aber hakt Rang drei trotz Sieg schon ab
Dresden - Zwei Spieltage sind in der Bundesliga noch zu gehen, schon jetzt zeichnen sich allerdings die möglichen Paarungen für die Play-offs ab, die für den Dresdner SC den schwerstmöglichen Weg zur deutschen Meisterschaft bedeuten würde.
Bereits nach den beiden 1:3-Niederlagen gegen Stuttgart und Schwerin Ende Januar stand für die Dresdnerinnen fest, dass sie im Rennen um eine bessere Ausgangsposition für die Duelle im Anschluss an die Hauptrunde auf Schützenhilfe angewiesen sind.
Doch während das Team von Alex Waibl (57) von Sieg zu Sieg eilte - der 3:0-Erfolg am Mittwoch gegen den USC Münster war der vierte klare Bundesliga-Dreier in Folge -, kamen sie an das Spitzentrio aus Stuttgart, Suhl und Schwerin nicht wirklich heran. Die Konkurrenz spielte einfach nicht mit.
Vor eineinhalb Wochen fügte Suhl dem Tabellenführer aus Stuttgart überraschend die erste Saisonniederlage zu, Mittwoch verlor das Team aus Thüringen dann aber in Schwerin.
Deshalb übte sich Waibl nach dem Sieg über Münster als Orakel: "Ich denke, dass wir gegen sie relativ bald wieder spielen." Der Hintergrund: Der 57-Jährige rechnet nicht mit einem Stuttgarter Sieg in Schwerin. Den braucht sein Team aber, wenn sie noch an den Mecklenburgerinnen vorbeiziehen wollen. "Deshalb müssen wir davon ausgehen, dass wir Vierter werden", so der 57-Jährige.
Genau das wiederum macht das erneute Duell mit dem Vorjahres-Pokalfinalgegner in der ersten Play-off-Runde realistisch.
DSC-Volleyballerinnen richten Fokus auf Auswärtsspiel in Erfurt
"Ändern können wir daran jetzt nichts mehr. Aber ich mache mir auch keine Sorgen. Schlagen können wir jeden, ob Suhl, Schwerin oder Stuttgart", ist sich der Coach der Dresdner sicher. Wird der DSC tatsächlich Vierter, winkt das Halbfinale gegen Stuttgart.
Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Jetzt liegt der Fokus auf den unmittelbaren Aufgaben: auswärts in Erfurt (Sonntag, 16 Uhr), Hinspiel des CEV-Cup-Halbfinals in der Margon Arena gegen Chieri (Donnerstag, 19 Uhr) und zwei Tage später der Hauptrunden-Abschluss daheim gegen Flacht (18 Uhr).
Titelfoto: Lutz Hentschel
