Stuttgart - Vor Spiel eins der "Best of three"-Serie im Play-off-Halbfinale beim MTV Stuttgart am Ostersonntag (16.45 Uhr) ist für DSC-Coach Alex Waibl (58) klar: "Wir brauchen ein gutes Timing."
Gemeint hat er damit eigentlich nicht den Auftritt auf der Platte, sondern schon die Anreise einen Tag zuvor: "Unser Hotel ist genau am Stadion. Und Samstagabend empfängt der VfB Stuttgart Borussia Dortmund. Da sind knappe 60.000 Leute am Stadion." Läuft alles nach Plan, kommen die DSC-Schmetterlinge genau so in Baden-Württembergs Landeshauptstadt an, um die Menschenmassen zu umgehen.
Auf die Dresdnerinnen wartet also mindestens einmal aufgrund der Anreise eine echte Herausforderung. Bleibt die allerdings beim Gastspiel in der Geburtsstadt des Trainers die größte Schwierigkeit, könnte er wohl damit leben. Auszugehen ist davon allerdings nicht.
Daran ändert auch die Beinahe-Überraschung im Viertelfinale nichts, als Erfurt dem souveränen Hauptrunden-Sieger in der SCHARRena einen engen Fünf-Satz-Krimi abtrotze.
"Daraus ist nicht sonderlich viel Honig zu saugen. Die Ausgangslage kann man nicht vergleichen", so der 58-Jährige.
Schon vergangene Saison konnte der DSC Stuttgart nicht schlagen, siegte dann aber in den Play-offs
Stattdessen soll der Blick in die eigene jüngere Vergangenheit als Positiv-Beispiel dienen: "Die Situation in der vergangenen Saison war ähnlich. In der Hauptrunde konnten wir Stuttgart nicht schlagen."
Am Ende stand nach einem unglaublichen Comeback in den Spielen zwei und drei der umjubelte Einzug ins Finale. "Das zeigt, dass im Sport alles möglich ist", unterstreicht Waibl und gibt die Zielstellung vor: den Einzug ins Endspiel.
Was es dafür braucht? Ein gutes Timing – nicht nur bei der Anreise.