Dresden - Über vier Runden lieferten die DSC-Schmetterlinge einen engen Kampf gegen Spitzenreiter Stuttgart. Nach 109 Minuten stand trotzdem eine 1:3 (25:23, 23:25, 19:25, 22:25)-Niederlage - weil es vor allem einen gravierenden Unterschied gab.
"Wir haben in der Annahme ein bisschen gestruggelt", sagte DSC Mittelblockerin Mette Pfeffer (18) nach der Partie: "Eigentlich nur bei der Nummer zwölf, das waren schon echte extrem gute Aufschläge. Bei dem Rest war es ganz gut." Genau das belegt auch die Statistik. Lucia Varela Gomez (22), Stuttgarts Nummer zwölf und Pfeffers Gegenstück bei den Schwäbinnen im Mittelblock, erzielte durch ihre kraftvollen Sprungaufschläge allein fünf Punkte - die Dresdnerinnen kamen insgesamt auf nur vier Zähler.
Das allein war aber nicht der Grund, weshalb die Gäste, die in der ausverkauften Margon Arena erst ihren zweiten Satz in dieser Bundesliga-Saison abgaben, letztlich als Siegerinnen von der Platte gingen.
"Wir haben einfache Situationen nicht gut gelöst. In der Abwehr oder wer dann den zweiten Ball zuspielt", erklärte Pfeffer: "Das hat uns den Sieg gekostet."
Eine ganz bittere Nachricht gab es trotzdem: Außenangreiferin Miku Akimoto spürte noch vor der Partie Schmerzen am Fuß. Wie schwer die Verletzung der Japanerin ist und wie lange sie deswegen ausfällt, müssen Untersuchungen zeigen.
Auftritt gegen Stuttgart macht Mut für den Champions-League-Kracher gegen Lodz
Für die 19-Jährige begann Jette Kuipers (23). "Das hat Jette richtig gut gemacht", lobte Pfeffer ihre niederländische Kollegin, die 15 Punkte erzielte: "Wir sind über die Außen gut durchgekommen, haben viel bessere Lösungen gefunden, besser gepunktet im Angriff."
Das macht Mut - für das Spiel am Mittwoch gegen Lodz, in dem es um den Abstieg aus der Champions League in den CEV Cup geht. Nur der Dritte darf weiter international spielen. Diesen Rang wollen die DSC-Mädels gegen die Polinnen verteidigen.
Hoffnung macht der Auftritt aber auch für die Play-offs in der Bundesliga. Gerade der erste Satz, aber auch die verpassten Möglichkeiten im weiteren Spielverlauf haben gezeigt:
Unschlagbar sind die bis dato übermächtig erscheinenden Stuttgarterinnen, die das Hinspiel gegen Dresden klar 3:0 gewannen, nicht.