DSC schnuppert an Satzgewinn: Conegliano eine Nummer zu groß

Treviso (Italien) - Auch im zweiten Champions-League-Duell gegen Conegliano reichte es für die Volleyballerinnen des Dresdner SC nicht zum erhofften Satzgewinn. Bei der 0:3 (19:25, 23:25, 19:25)-Niederlage in Italien schnupperten die Mädels von Alex Waibl (57) aber an der Überraschung.

Jette Kuipers (23, M.) ließ den DSC durch ihre Punkte vom Satzgewinn träumen.  © CEV

"Ich bin nicht komplett unzufrieden", sagte Kapitänin Patricia Nestler nach dem Spiel: "Im Gegensatz zu dem Spiel in Dresden haben wir uns extrem gesteigert."

Das galt vor allem für den zweiten Abschnitt. In diesem besorgte Jette Kuipers (23) den Ausgleich zum 20:20. Ein Ballwechsel und ein Conegliano-Angriff ins Aus später und die Elbestädterinnen waren sogar zwei Punkte vorn.

Das veranlasste den Heim-Coach Daniele Santarelli (44) zur Auszeit und zum Doppelwechsel. Die Reaktion: Fünf der nächsten sechs Punkte gingen an sein Team und in Folge auch der Durchgang - der DSC vergab seine größte und beste Chance auf einen Satzgewinn.

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Zuvor und auch danach hatten die Italienerinnen die Partie im "Palaverde" im Griff, obwohl nicht alle bekannten Starter auf der Platte standen. Unter anderem spielte statt Joanna Wolosz (35) Jenna Ewert (25) die Bälle zu. Die US-Amerikanerin stellte noch vergangene Saison bei ihrer dritten Bundesliga-Station in Potsdam zu.

Probleme hatten die Dresdnerinnen vor allem mit ihrer Angriffseffektivität. Die gute Blockhöhe der Gastgeberinnen führte zu einigen langen Ballwechseln. Das Gute: Auch der Titelverteidiger kam nicht immer durch und blieb im Block hängen.

Nachdem Kuipers auf 13:15 verkürzte, zog der Titelverteidiger aber entscheidend und zum ersten Satzgewinn an.

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Dresdner SC kommt besser rein - Conegliano kontert

Patricia Nestler (24, r.) war mit der Vorstellung ihres Teams zufrieden.  © CEV

Im zweiten Satz sah es zunächst besser aus, bis Conegliano mit einem Fünf-Punkte-Lauf die Führung übernahm. Aber: Die DSC-Mädels machten gerade in der Abwehr Spaß, hatten an nahezu jedem Angriff ihre Finger dran.

Ertrag brachte das, als die Dresdnerinnen ihre beste Scorerin Marta Levinska (20 Punkte) in die Show bekamen und die Italienerinnen eigene Fehler machten - ganz zur Freude eines Quartetts der "DSC-Supporters", das die Mädels vor Ort anfeuerte. Vereinzelt kamen von ihnen immer wieder die "DSC, DSC, DSC"-Rufe durch, gerade bei den gelungenen Aktionen im zweiten Akt.

Näher heran kamen die Dresdnerinnen aber auch im dritten Satz nicht, der wieder deutlicher an den Favoriten ging.

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