Tatort Social Media: DSC-Neuzugängen schlägt Hass entgegen

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Dresden - Die ersten beiden Neuverpflichtungen für die kommende Spielzeit beim DSC mit Zuspielerin Sarah Straube (24) und Diagonalangreiferin Lena Kindermann (26) sind eingetütet. Die Gerüchte über die Rückkehr der beiden Nationalspielerinnen aus Italien, dem Mekka des Volleyballs, zurück nach Deutschland hielten sich schon länger, riefen aber nicht bei allen positive Reaktionen hervor.

Lena Kindermann (26) zum DSC: Das kam nicht bei jedem gut an.
Lena Kindermann (26) zum DSC: Das kam nicht bei jedem gut an.  © IMAGO / ABACAPRESS

In den sozialen Medien äußerten einige ihr Unverständnis über den Wechsel aus dem Volleyball-Mekka Italien nach Deutschland und ließen sich teilweise sogar zu Hass-Kommentaren hinreißen, in denen die Rede von "verbauter Karriere" und "Rückschritt" war. "Warum zurück in diese Liga?! Das ist einfach nur verrückt", zählt unter einem Instagram-Beitrag von "volley_insider" zu den weniger harten Anfeindungen in den Kommentaren.

Ähnlich sah es auch bei den eigenen Internet-Auftritten des Dresdner Vereins aus. "Wir haben seit Aufkommen der ersten Gerüchte sehr aufmerksam verfolgt, was da passiert ist", versichert DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann zum Umgang auf den sozialen Medien.

"Aus diesem Grund haben wir uns schon vor der Veröffentlichung der Transfers abgestimmt, wie wir mit der Situation umgehen wollen: Wir belassen die Kommentarfunktion, überwachen sie aber ganz eng. Dadurch können alle, die sich darüber freuen, dass Sarah zurückkommt, das auch zum Ausdruck bringen."

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In Ausnahmefällen musste der Verein trotzdem schon aktiv werden, bestätigt Zimmermann: "Die Plattform und das Medium ermöglicht viel Reichweite und eine Teilhabe der Fan-Community. Aber es birgt auch das Risiko, ungefiltert unangemessene und unangebrachte Meinungen zu äußern." Bei "verletzenden oder persönlich attackierenden" Kommentaren sah sich der DSC zum Handeln gezwungen, löschte etwaige Beiträge unter dem Post.

DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann bezog klar Stellung gegen Hasskommentare im Netz.
DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann bezog klar Stellung gegen Hasskommentare im Netz.  © Lutz Hentschel

DSC-Rückkehrerin Straube lässt sich von Kommentaren nicht aus der Ruhe bringen

Was in den sozialen Medien über sie geschrieben wurde, ist Sarah Straube (24) nicht entgangen.
Was in den sozialen Medien über sie geschrieben wurde, ist Sarah Straube (24) nicht entgangen.  © Lutz Hentschel

Mitbekommen, was in der Kommentar-Sektion abgeht, hat Straube trotzdem, geht damit aber selbstbewusst um: "Ich lese mir das schon durch, einfach weil es mich interessiert und weil ich das gut trennen kann. Es gibt Kommentare, die ich sogar witzig finde, weil ich sage: Wo nimmt man das her? Aber es gibt auch welche, wo ich sage: Hey, genau die gleichen Gedanken hatte ich auch. Im Endeffekt weiß ich aber auch nicht, wie viele KI- oder Fake-Profile dahinterstecken."

Auffällig sei die Häufung ähnlicher Hass-Kommentare in einem sehr kurzen Zeitraum gewesen, wie alle Beteiligten bestätigten.

Auch jetzt, nach den beiden Transferveröffentlichungen, "haben wir an wenigen Stellen eingriffen müssen und Kommentare gelöscht", erklärte Zimmermann, aber: "Der Anteil positiver Kommentare überwiegt."

Titelfoto: Fotomontage:IMAGO / ABACAPRESS,

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