Dresden - Wenn am heutigen Donnerstagabend Teil eins des CEV-Cup-Halbfinals der DSC-Schmetterlinge gegen Reale Mutua Fenera Chieri in der Margon Arena läuft, treten die Elbestädterinnen als klarer Außenseiter an. Alex Waibl (57) erzählte vor dem Duell, was aus Sicht der Sachsen trotzdem Mut macht.
"Im Europapokal spielen wir mit einem Ball, den die Italienerinnen in der Liga nicht haben", so Waibl. In der italienischen Serie A1, in der Chieri die Hauptrunde auf Rang fünf abschloss, wird mit Bällen des japanischen Herstellers "Molten" gespielt.
Die Bundesliga kooperiert, genauso wie die CEV, mit dem Konkurrenz-Unternehmen "Mikasa". Ein Vorteil für die Dresdnerinnen. "Molten ist ein bisschen einfacher anzunehmen als Mikasa", verrät der 57-Jährige.
Grund: Ersterer hat eine stabilere Flugkurve und flattert nicht so beim Aufschlag. "Wir müssen sehen, ob wir da ein bisschen was erreichen können. Das wird notwendig sein", so der DSC-Coach.
Denn für ihn ist der Halbfinalgegner in der eigenen Liga "das Team zwischen den Teams". Die Macht-Verhältnisse im Mekka des Volleyballs sind für Waibl klar: "Es gibt oben die vier Teams, die Budget-Riesen. Dann kommt Chieri und dann der Rest."
DSC-Schmetterlinge gehen trotz Außenseiterrolle ambitioniert ins Kracher-Match
Ganz oben thronen Conegliano, Scandicci, Mailand und Novara. Dahinter folgt das Team aus dem Umland Turins, für das in den Play-offs bereits gegen den punktgleichen vierten Novara Endstation war. Die weiteren Kontrahenten in der heimischen Liga hängte auch Chieri ab.
Der CEV-Cup-Gewinner von 2024 sei "eher am Ankara- und Conegliano-Niveau dran" und habe "ein Spielerbudget, das um ein Vielfaches höher" als das eigene sei, stellt Waibl klar.
Gegen beide Teams trat sein Team in der Champions League an, holte in allen vier Spielen aber nicht einen einzigen Satz. Deshalb weiß er, "dass vieles zusammen kommen muss. Aber man weiß eben auch, dass es nicht ausgeschlossen ist. Wir sind selbstbewusst und wissen was wir können."
Druck macht der Dresdner Coach seinem jungen Team keinen, ist stattdessen Fan von Gelegenheiten: "Ich habe gar keine Erwartungen an irgendeinen Ausgang, sondern glaube an unsere Chance und versuche, diese Chance am Leben zu halten."