Dresden - Pünktlich 13 Uhr nahm der gesamte Tross inklusive der DSC-Girls vorm Feldschlösschen Stammhaus in der Budapester Straße Stellung auf. Fünf Minuten später, und damit zeitgleich zum einsetzenden Regen, war das Mannschaftsfoto im Kasten. Ansonsten erinnerte am Mittwoch abgesehen vom Wetter wenig an den Media Day von vor einem Jahr.
Kein Umbau der Margon Arena, die mit Krücken gehende Lorena Lorber Fijok (23) - das senkte 2025 im Militärhistorischen Museum die Stimmung der Dresdner und sorgte für große Bestürzung.
Ein Jahr Später ist fast alles anders. Die Nationalspielerinnen Sarah Straube (24), Patricia Nestler (25) und Lena Kindermann (27) sind endlich da. Kindermann trainiert sogar bereits seit Ende der vergangenen Woche mit der Mannschaft, beendete ihren Urlaub freiwillig früher.
"Ein gutes Angebot bei den Mittelblockerinnen hatten wir ja eigentlich die ganze Zeit", erklärte Alexander Waibl (58) am Mittwoch nach den ersten Trainingseinheiten in fast voller Frauenstärke.
Und: "Es war natürlich schön, dass wir einfach mal zwei Zuspielerinnen und auch zwei Diagonalangreiferinnen haben."
DSC-Girls blühen im Training auf
"Jetzt nach sechs, sieben Wochen in einer kleinen Gruppe trainieren, das war auch für die, die jetzt nicht irgendwo unterwegs waren, wie so ein innerer Durchmarsch", umriss Waibl das Problem, das durch das Fehlen seiner Nationalmannschaft-Mädels bestand. Das gehört nun der Vergangenheit an.
"Man hat gemerkt, dass alle aufblühen. Es hat einfach Spaß gemacht. Klar fehlt noch vieles. Aber es war schön zu sehen, wie viel Energie da war und wie die Mädels sich reingehauen haben", schwärmte der Coach.
Damit ist sein Team fast wieder vollständig. Mackenzie Foley (24) ist nach einer Knieblessur wieder bereit für mehr Belastung, Morgan Geddes (24) kämpfte zuletzt mit einem kleineren Infekt.
Mit beiden plant Waibl aber für das Turnier am Wochenende in Erfurt: "Wie viel, das werde ich sehen." Spätestens am Sonntag, wenn es gegen Champions-League-Gegner Rzeszow geht, rechnet der Trainer mit den US-Amerikanerinnen.
So oder so: Wenig bis gar nichts erinnerte am Mittwoch an den trüben Media Day von vor einem Jahr.
"Die Vorzeichen sind andere", betonte auch der Coach. Abgesehen eben vom Wetter.