Zwei perfekte Sätze reichen DSC im Halbfinal-Hinspiel nicht!
Dresden - Zwei Sätze lang klappte am Donnerstagabend für die DSC-Schmetterlinge im Hinspiel des CEV-Cup-Halbfinals nahezu alles. Auch wenn es letztlich die 2:3 (25:23, 26:24, 14:25, 14:25, 10:15)-Niederlage gegen Reale Mutua Fenera Chieri gab – das war über weite Strecken bockstark.
"Ich bin einfach nur genervt", sagte Alex Waibl nach der Partie. Das hatte aus Sicht des DSC-Coaches einen einfachen Grund: "Zwei Sätze waren sehr stark, zwei dann sehr schwach."
Vom Start weg lief erst mal alles für den letzten verbliebenen deutschen Vertreter im internationalen Geschäft. Emma Grome ließ den ersten Aufschlag flattern, Marta Levinksa besorgte das erste Ass, Lorena Lorber Fijok donnerte doppelt durch den Block – und die Dresdnerinnen waren 9:3 vorn.
Ob es an den für die Italienerinnen ungewohnten Bällen, die bei den internationalen Wettbewerben gespielt werden, an der brutalen Unterstützung der 2921 Fans von den Rängen oder an der eigenen Courage lag, mit der die DSC-Mädels nach jedem Ball hechteten und nicht einen Punkt abschenkten, war im Grunde egal.
Das Resultat sprach für sich: drei Satzbälle für die Dresdnerinnen. Aufschlag Chieri, Annahme DSC, Grome auf Florentine Rosemann und die Mittelblockerin nutzte die dritte Möglichkeit zur 1:0-Satzführung.
DSC gibt die Führung aus der Hand, aber der Traum vom Finale lebt
Und es lief weiter: 21:24 führten die Norditalienerinnen im zweiten Abschnitt. Mette Pfeffer und Rosemann wehrten die ersten beiden Ausgleichs-Chancen ab. Als Jette Kuipers die nächsten beiden Angriffe versenkte, stand längst jeder in der Margon Arena.
Ein Flatter-Aufschlag von Fijok, Probleme in der Annahme und erneut waren die schnellen Hände von Rosemann zur 2:0-Führung da – Wahnsinn!
Aber: Spätestens ab Satz drei zeigten die Mädels aus dem Turiner Umland ihre Klasse.
Mehr als ein Schönheitsfehler, denn Chieri glich nicht nur aus, sondern machte sogar den perfekten rot-schwarzen Abend mit dem Comeback zunichte.
Klar ist aber auch: Der Traum vom Finale ist noch nicht ausgeträumt.
Titelfoto: Lutz Hentschel

