Doping-Schock unmittelbar vor Olympia: Biathletin positiv getestet!
Antholz (Italien) - Die Olympischen Spiele 2026 haben ihren ersten Doping-Fall - und es ist ausgerechnet eine heimische Athletin betroffen. Die italienische Biathletin Rebecca Passler (24) ist positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden.
Wie unter anderem La Repubblica vermeldete, fiel ein Doping-Test der 24-Jährigen außerhalb eines Wettkampfes positiv auf Letrozol aus.
Das Mittel, das unter anderem bei Brustkrebserkrankungen zum Einsatz kommt, hat zwar selbst keine leistungssteigernde Wirkung, sorgt allerdings dafür, dass ein durch Steroide verursachter erhöhter Hormonspiegel maskiert wird und steht deshalb auf der Liste verbotener Substanzen.
Der Nachrichtenagentur ANSA zufolge ist Passler nun suspendiert worden. Sollte sich der Befund bestätigen, droht der 24-Jährigen eine Sperre von bis zu vier Jahren.
Biathlon: Rebecca Passler hätte mit der Staffel Chancen auf eine Olympia-Medaille gehabt
Passler, die aus einer Biathlon-verrückten Familie stammt (ihr Onkel Johann Passler (64) trug als erster Italiener jemals das Gelbe Trikot), räumte im Nachwuchs-Bereich zahlreiche Medaillen ab, wurde unter anderem Junioren-Weltmeisterin mit der Staffel und holte sechs weitere J-WM-Medaillen.
Seit mehreren Jahren läuft die Italienerin regelmäßig im Weltcup, ihr bisher bestes Ergebnis sind zwei elfte Plätze, die sie beide erst in dieser Saison einfuhr.
Zudem gehört die 24-Jährige immer wieder zur italienischen Damen-Staffel, mit der sie bereits zweimal auf dem Weltcup-Podest stand, und hätte sich mit den Top-Läuferinnen Lisa Vittozzi (30) und Dorothea Wierer (35) im Team wohl realistische Chancen auf eine Olympia-Medaille bei ihren ersten Spielen ausrechnen dürfen, und das auch noch vor heimischem Publikum.
Doch nach dem positiven Test nur wenige Tage vor Beginn der Spiele ist dieser Traum nun in weite Ferne gerückt. Die Wettkämpfe der Biathleten beginnen am 8. Februar.
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa
