Biathlon-Star mit Liebeserklärung an Fans, doch eine Sache hat sie überrascht

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Norwegen - Vier WM-Titel und zwei kleine Kristallkugeln hat Ingrid Landmark Tandrevold (30) bereits in der Vitrine stehen - und trotzdem plagen die norwegische Biathletin große Selbstzweifel. Dagegen helfen ihr die Fans, die sie überallhin begleiten. Das Leben in der Öffentlichkeit bringt allerdings auch Schattenseiten mit sich.

Nach zwei schweren Jahren will Ingrid Landmark Tandrevold (30) diesen Winter wieder angreifen - mit ihren Fans im Rücken.
Nach zwei schweren Jahren will Ingrid Landmark Tandrevold (30) diesen Winter wieder angreifen - mit ihren Fans im Rücken.  © Hendrik Schmidt/dpa

"Ich bin so dankbar, dass die Fans an mich glauben und mir immer zujubeln, ob es läuft oder nicht", erklärte die 30-Jährige im Interview mit "Biathlon Azzurro". "Ich kann in Tschechien oder Frankreich fahren und ich sehe überall Schilder mit meinem Namen. Da muss man sich manchmal kneifen."

Die Gesamtweltcup-Dritte der Saison 2023/24 hat zwei gebrauchte Jahre hinter sich. Erst zwang eine Herz-OP die Norwegerin zur Pause, vergangenen Winter kam sie dann nur schwer in Tritt. Kürzlich verpasste sie wegen eines Zeckenbisses auch noch die norwegischen Meisterschaften.

"Es war schwierig und das ist es ab und zu noch", so Trandrevold. Dennoch ist sie davon überzeugt, dass sie dem Biathlon weiterhin viel geben könne.

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"Manchmal muss man hart arbeiten, um an sich selbst zu glauben, manchmal kommt das von selbst. Ich versuche mich auf das, was kommt, zu konzentrieren - und nicht auf das, was war", erklärte die Linksschützin. "Die Fans sind sehr wichtig und motivieren mich, denn sie glauben an mich, auch wenn ich gerade nicht an mich glaube. Das hilft."

Ingrid Landmark Tandrevold will einfach nur die Liebe feiern

Im Sommer teilte Ingrid Landmark Tandrevold ihre Eindrücke von der Oslo Pride im Netz.
Im Sommer teilte Ingrid Landmark Tandrevold ihre Eindrücke von der Oslo Pride im Netz.  © Screenshot/Instagram/ingridtand

Im Juni warfen jedoch nicht nur wohlwollende Unterstützer ein Auge auf die Biathletin, als sie Fotos und Videos der Pride-Parade in Oslo auf Instagram teilte.

"Ich war vielleicht etwas naiv, denn ich war nur da, um einen Freund von mir zu unterstützen. Er hat uns eingeladen", verriet Trandevold. "Ich war ein bisschen überrascht, dass es immer noch eine große Sache ist."

Neben viel Zuspruch erreichten die Wintersportlerin in den Kommentaren auch ekelhafte Nachrichten und hasserfüllte Botschaften.

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"Ich dachte, dass in 2026 jeder er oder sie selbst sein kann. An manchen Orten ist das offenbar nicht so. Ich bin sehr glücklich, in einem Land zu leben, wo das zumindest einfacher ist, auch wenn ich das gar nicht beurteilen kann", erklärte sie dazu. "Mir ist bewusst, dass man als homosexueller Mensch viel Hass erfahren kann. Aber ich will einfach die Liebe feiern."

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa, Screenshot/Instagram/ingridtand

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