Norwegen - Überraschende Kehrtwende im Fall Einar Hedegart (24)! Der Langlauf-Olympiasieger, der seine Karriere als Biathlet begonnen und lange mit einer Rückkehr zu den Skijägern geliebäugelt hatte, sagte seinem Traum erst vor zwei Tagen öffentlichkeitswirksam ab. Nun die plötzliche Wende: Der Norweger wird in der kommenden Saison doch mit dem Gewehr auf dem Rücken an den Start gehen!
Am Donnerstag verkündete der norwegische Biathlonverband offiziell, dass Hedegart sich doch für eine Rückkehr entschieden habe.
"Nachdem ich die Sache etwas gründlicher überdacht und die wichtigsten Punkte meines Plans geklärt hatte, fühlte es sich richtig an, meinen Traum vom Biathlon weiterzuverfolgen", sagte der 24-Jährige selbst in der Mitteilung: "Ich habe das Gefühl, dass ich nun ein Angebot erhalten habe, das mir alles bietet, was ich für meine weitere Entwicklung brauche."
Das kommt völlig überraschend, schließlich hatte Hedegart erst am Dienstag eine Rückkehr zum Biathlon endgültig ausgeschlossen und davon gesprochen, dass sich das angesichts seiner lebenslangen Liebe zu dem Sport wie eine Trennung anfühle.
"Ich hatte mir vorgestellt, dass ich schon im nächsten Jahr der Beste der Welt sein könnte", betonte der Norweger beim NRK.
Der 24-Jährige mit dem enormen Laufpotenzial hatte immer von einer Karriere als Biathlet geträumt und dort 2023 bei der Junioren-WM auch erste große Erfolge gefeiert, kam allerdings in einem stark besetzten norwegischen Team nur zu zwei Starts im Weltcup.
Daraufhin wechselte er ins Lager der Langläufer, wo er in der Saison 2025/26 prompt drei Weltcuprennen gewinnen konnte und seine Saison mit zwei Team-Goldmedaillen und einer Einzel-Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen krönte.
Biathlon: Einar Hedegart will sein Glück jetzt doch im Biathlon versuchen
Trotzdem versuchte er weiter, zum Biathlon zurückzukehren, und hoffte aufgrund seines Potenzials auf einen zusätzlichen Platz im A-Kader, den er aber nicht bekam und daraufhin endgültig zum Langlauf wechseln wollte.
"Am Dienstag fühlte es sich ein bisschen so an, als würde ich aufgeben, aber mir wurde schnell klar, dass es mehr darum ging, die nötigen Voraussetzungen für mich zu schaffen, als komplett aufzugeben", erklärte Hedegart seinen Sinneswandel. In den Tagen nach seiner öffentlichen Absage habe es gute Gespräche mit den Verantwortlichen gegeben, jetzt seien gute Lösungen gefunden worden.
Er ergänzte: "Ich hatte das Gefühl, mein Traum sei zerplatzt, und das war kein schönes Gefühl. Jetzt fühle ich mich stattdessen motiviert und sicher in dem Programm, an dem ich teilnehme, und ich freue mich sehr darauf, wieder loszulegen."
Ob Hedegart schon in der nächsten Saison im Biathlon-Weltcup an den Start gehen darf, wird sich allerdings erst zeigen. Zunächst muss sich der Norweger in einem Team voller Biathlon-Olympiasieger und -Weltcupsieger intern beweisen und sich zudem für internationale Wettbewerbe qualifizieren.