Regel-Revolution im Biathlon! Das ist jetzt am Schießstand verboten

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Salzburg (Österreich) - Im Biathlon zählt jede Hundertstelsekunde im Kampf um den Sieg, dabei konnte es in der Vergangenheit gerade im Massenstart, der Verfolgung oder den Staffeln zu hitzigen Situation am Schießstand kommen. Nicht selten eilten die Athleten los und mussten noch Dinge an ihrer Waffe richten. Doch damit ist jetzt Schluss!

Danilo Riethmüller (26) macht hier alles richtig und hat sein Gewehr vor dem Verlassen der Matte am Schießstand korrekt aufgesetzt.
Danilo Riethmüller (26) macht hier alles richtig und hat sein Gewehr vor dem Verlassen der Matte am Schießstand korrekt aufgesetzt.  © IMAGO / foto2press

Vor dem Start der neuen Saison hat die Internationale Biathlon-Union (IBU) die Schießregeln verschärft, um für noch mehr Sicherheit zu sorgen.

Bislang reichte es beim Annähern an den Schießstand und beim Verlassen, wenn das Gewehr vollständig auf den Schultern saß. Manchmal zeigte dabei der Lauf noch nicht nach oben, sondern wurde dort noch schnell die Klappe an der Mündung verschlossen oder bereits geöffnet. Das geht jetzt nicht mehr.

Der Artikel 8.5.4 mit dem Namen "Abnehmen und Schultern des Gewehres am Schießstand" wurde angepasst. Während es bislang dort lediglich hieß: "Wettkämpfer dürfen keinen Riemen ihres Gewehrtragegestells von der Schulter nehmen, bevor sie die Schießbahn/Schießmatte erreicht haben, von der sie schießen werden und müssen das Gewehr vor dem Verlassen der Schießbahn/Schießmatte mit beiden Armen in den Riemen des Gewehrtragegestells auf den Rücken nehmen" steht da nun geschrieben:

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"Die Athleten müssen ihren Gewehrtragegurt vollständig über beide Schultern gelegt haben und beide Arme vollständig im Gewehrtragegurt haben, wenn sie sich der Schießmatte nähern und diese verlassen. Der Vorgang des Ablegens des Gewehrs darf erst begonnen werden, nachdem der Athlet auf der Schießmatte angekommen ist."

Biathlon: Das ist alles neu an der verschärften Schießregel

Eine grenzwertige Situation: Die zurückgetretene Franziska Preuß (32) ist bereits dabei, die Matte zu verlassen und schließt noch die Klappe an der Mündung zum Lauf des Gewehrs.
Eine grenzwertige Situation: Die zurückgetretene Franziska Preuß (32) ist bereits dabei, die Matte zu verlassen und schließt noch die Klappe an der Mündung zum Lauf des Gewehrs.  © IMAGO / foto2press

Zudem präzisiert die Regel weiter: "Die Athleten dürfen erst dann weiterfahren, nachdem das Gewehr sicher in die vorgeschriebene Trageposition gemäß Artikel 7.1.2 zurückgebracht wurde."

Wer die Schießmatte versehentlich verlässt, ohne den Gewehrtragegurt ordnungsgemäß zu tragen, muss anhalten und die "Situation korrigieren", bevor er weiterfährt. Dabei dürfen andere Athleten auch nicht gefährdet oder behindert werden.

Die verschärften Sicherheitsbestimmungen beim Schießen ist nicht die einzige Neuerung. Wie vor Kurzem bekannt wurde, ändert sich auf Wunsch der Athleten hin auch die Zusammensetzung des Massenstarts. Dabei sind ab der kommenden Saison nur noch die ersten 20 des Weltcup-Klassements gesetzt.

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Das Teilnehmerfeld wird dann mit den zehn Punktbesten der jeweiligen Weltcup-Station aufgefüllt.

Der Startschuss in die neue Saison fällt am 26. November im finnischen Kontiolahti und findet ihren Höhepunkt am 10. Februar 2027 mit der Biathlon-WM im estnischen Otepää. Wie jedes Jahr endet die Saison am Holmenkollen. Die Rennen dort steigen vom 18. bis 21. März 2027.

Titelfoto: IMAGO / foto2press

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