Pokljuka (Slowenien) - Eigentlich hatte sich Biathlon-Urgestein Jakov Fak (38) schon von den Fans in seiner slowenischen Heimat verabschiedet, sein Karriereende für nach der Olympia-Saison bereits vor mehr als einem Jahr angekündigt. Jetzt macht der Routinier allerdings eine Kehrtwende und hängt doch noch eine Saison dran!
2025, als der Weltcup zuletzt Station auf der slowenischen Pokljuka machte, hatte Fak verkündet, dass dies sein letzter Auftritt vor heimischem Publikum sein würde. Über den Jahreswechsel 2026/27 kehrt die Biathlon-Elite nach Slowenien zurück, der zweimalige Weltmeister wollte also in der kommenden Saison eigentlich nicht mehr am Start sein.
Doch eine hartnäckige Knieverletzung, die ihn über große Teile der vergangenen Saison außer Gefecht setzte, brachte den 38-Jährigen zum Umdenken: Wie er der Tageszeitung Delo zufolge im slowenischen Fernsehen bestätigte, will er im kommenden Winter doch noch einmal angreifen!
Die abgelaufene Saison sei einfach nicht erfolgreich genug gewesen, um seine letzte zu sein: "Es gab nur wenige Lichtblicke im vergangenen Winter."
Fak hatte sich am Meniskus verletzt und nach den ersten beiden Weltcupstationen im Dezember einer Operation unterziehen müssen. Gerade rechtzeitig zu den Olympischen Winterspielen in Antholz kehrte er auf die Loipe zurück, blieb jedoch im letzten Saisondrittel hinter den eigenen Erwartungen zurück.
Biathlon: Jakov Fak will sich auch mit 38 weiter verbessern
"Wenn man nicht so laufen kann wie beispielsweise in der Saison zuvor, ist es auch schwieriger, die Ziele zu treffen. Man ist nicht so entspannt, wie man sein könnte", erklärte Fak, der seit 2006 insgesamt 446 Mal im Weltcup aufgelaufen ist.
In der kommenden Saison soll es für Fak, der bei Olympia trotz aller Umstände zwei respektable 14. und 16. Plätze holte, wieder besser laufen, seine Motivation hat der Slowene trotz seines hohen Sportleralters nicht verloren.
"Ich suche nach Möglichkeiten, meinen Körper weiter zu verbessern, damit ich im nächsten Winter noch besser vorbereitet und wettbewerbsfähiger bin", sagte der zweifache Olympia-Medaillengewinner: "Es ist immer so: Wenn man mit den Ergebnissen nicht zufrieden ist, muss man nach seinen Reserven suchen."
Noch muss er sich allerdings weiter auf seine Genesung konzentrieren. Weil er sich in Antholz noch nicht vollständig von seinen Verletzungen erholt, aber trotzdem Wettkämpfe bestritten hatte, merkt er die Nachwirkungen noch immer.
"Ich bemühe mich, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen", betonte Fak - in der Hoffnung, in seiner dann wirklich letzten Saison wieder in Topform zu sein.