Schlimmer Sturz bei Olympia: Unter diesen Folgen leidet Bobpilot noch immer
Salzburg (Österreich) - Vor rund zwei Monaten verunglückte der österreichische Bobpilot Jakob Mandlbauer (27) bei den Olympischen Spielen in Cortina schwer. Auch heute noch spürt er die Folgen des Unfalls im Eiskanal.
So fehle ihm etwa noch Gefühl im rechten Arm, erzählte der 27-Jährige der Krone: "Die Nerven sind noch nicht ganz wie vorher."
Durch den Unfall hatte sich Mandlbauer einen Bandscheibenvorfall zugezogen, die Halswirbel hatten auf den Nervenkanal gedrückt, was sich auf Empfindung und Leistungsfähigkeit seines Arms auswirke.
Er erreiche bei bestimmten Armbewegungen derzeit etwa die Hälfte seines früheren Leistungsniveaus, berichtete der Österreicher. Mit Krafttraining arbeite er aber am Weg zurück zu alter Stärke: "Jede Woche geht ein bisschen mehr", sagte Mandlbauer.
Lauftrainings kann er bereits wieder vollständig absolvieren, den Ärzten zufolge werde sich auch das Gefühl in seinem Arm in den nächsten Monaten normalisieren - ein großes Glück angesichts der schlimmen Bilder, die es im Eiskanal von Cortina zu sehen gab.
Olympia 2026: Jakob Mandlbauer konnte sich nicht selbstständig aus dem Bob befreien
Mandlbauer war am 21. Februar beim Viererbob-Wettkampf mit seiner Crew schwer gestürzt. Im zweiten Lauf kippte der Schlitten auf die Seite und rutschte anschließend die halbe Bahn hinunter.
Während sich die drei Anschieber alle selbstständig aus dem Bob befreien konnten, erwischte es den 27-Jährigen schlimmer.
"Ich wollte aufstehen und dann konnte ich meinen Kopf nicht aufheben, mich nicht aufrichten. Dann haben sie gleich gesagt, dass ich zur Sicherheit liegen bleiben soll", hatte Mandlbauer wenige Tage nach dem Sturz bei der Kleinen Zeitung berichtet. Immerhin: Er konnte direkt Arme und Beine bewegen und wusste so, dass es sich nicht um etwas noch Schlimmeres gehandelt hatte.
Auf einer Trage wurde der Bobpilot vom Eis transportiert und direkt in ein Krankenhaus gebracht, wo er nach drei Tagen wieder entlassen werden konnte.
Konsequenzen für die Fortsetzung seiner Karriere sieht Mandlbauer glücklicherweise nicht: Schon in der nächsten Saison will der Österreicher wieder bei 100 Prozent sein und angreifen.
Titelfoto: Bildmontage: Michael Kappeler/dpa (2)

