Von Carsten Lappe
München - Der neue Bundestrainer André Rankel (41) erhält vom Deutschen Eishockey-Bund bis 2030 das Vertrauen. "Wir stellen uns schon eine langfristige Entwicklung vor", sagte der DEB-Vorstandsvorsitzende Frank Lutz (57). "Das soll nicht nur kurzfristig auf die Heim-WM im kommenden Jahr ausgerichtet sein."
Dass die Wahl bei der Nachfolge für Harold Kreis (67) überraschend auf den bisherigen Co-Trainer der Eisbären Berlin fiel, war bereits am Mittwoch durchgesickert.
Der DEB bestätigte die Personalie und den Vierjahresvertrag nun offiziell bei Rankels Vorstellung an dessen 41. Geburtstag in München.
Von Kreis hatte sich der DEB nach der verkorksten WM im Mai in der Schweiz getrennt. Nachdem der Vize-Weltmeister zweimal am Stück das WM-Viertelfinale verpasst hatte, wurde dem 67-Jährigen nicht mehr zugetraut, eine erfolgreiche Heim-WM im kommenden Jahr zu verantworten.
"Ich bin unheimlich stolz und freue mich auf das, was kommt", sagte Rankel, der bislang im Seniorenbereich keine Erfahrung als Chefcoach hat. Dafür hat der ehemalige Nationalstürmer als Profi Titel-Erfahrung.
Künast hat bei Rankel keine Zweifel
Mit den Eisbären, für die er in seinen 23 Jahren beim Hauptstadtclub insgesamt 865 DEL-Partien bestritt, wurde Rankel siebenmal Deutscher Meister.
Der bis heute Rekordtorschütze der Berliner nahm für Deutschland an sieben Weltmeisterschaften und an den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver teil. Als Co-Trainer der Eisbären feierte Rankel drei weitere Meisterschaften.
Dass Rankel bislang keine Erfahrung als Chefcoach hat, war für DEB-Sportvorstand Christian Künast (55) zweitrangig. "André ist für mich kein Rookie. André ist für mich jemand, der Ahnung hat", sagte Künast. "Er ist derjenige, der mich überzeugt hat. Das ist das, was zählt."