Eislöwen fiebern Saisonauftakt entgegen: Brockmann dämpft Erwartung!

Dresden - Die Fans haben lange an einer Choreografie gebastelt, Coach Andreas Brockmann (55) das Team fit gemacht, die neue Einlaufshow steht: Am heutigen Freitag (19.30 Uhr) geht's im Dresdner Löwenkäfig endlich wieder um drei Punkte in der neuen DEL2-Saison. Der Gegner heißt Ravensburg und ist eine harte Nuss.

21 Jahre war Hans-Jürgen Gansauge (†76) der Eislöwen-Stimmungsmacher. Am heutigen Freitag gedenkt der DEL2-Club des Verstorbenen.
21 Jahre war Hans-Jürgen Gansauge (†76) der Eislöwen-Stimmungsmacher. Am heutigen Freitag gedenkt der DEL2-Club des Verstorbenen.  © Lutz Hentschel

Doch bevor die geknackt werden muss, gedenken die Dresdner Eislöwen ihres kürzlich verstorbenen Ex-Stadionsprechers Hans-Jürgen Gansauge (†76).

"Es gibt eine Schweigeminute und sein Nachfolger Marcus Schmidt wird ein paar Worte sagen", so Löwen-Sprecher Konrad Augustin.

"HJG" sorgte 21 Jahre für Stimmung in der Arena und war berühmt für seine Gesangseinlagen "Babicka" oder "Griechischer Wein".

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Dresdner Eislöwen Saison-Überraschung bleibt Eislöwe! Kommt auch ein neuer Kollege?

Anschließend fliegt der Eröffnungs-Puck und Coach Brockmann warnt: "Die Towerstars standen zuletzt im DEL2-Finale. Sie spielen aggressiv und druckvoll. Sie hatten vielleicht nicht die beste Vorbereitung, was die Ergebnisse betrifft, aber sie gehören zu den Top Vier der Liga." In diesen Klub gehören Kassel, Landshut! Und Dresden?

Brockmann selbst rechnet sein Team nicht dazu: "Mein Ziel heißt Play-offs!" Der 55-Jährige kämpft gegen die hohen Erwartungen. "Jeder träumt ein bisschen von der vergangenen Saison. Was sein kann", weiß er.

Die Dresdner Eislöwen kassierten gegen die Kassel Huskies zwei Testspiel-Pleiten

Coach Andreas Brockmann (55, h.) schaute genau auf die Leistung seiner Spieler gegen Kassel und hatte danach einiges mit ihnen zu besprechen.
Coach Andreas Brockmann (55, h.) schaute genau auf die Leistung seiner Spieler gegen Kassel und hatte danach einiges mit ihnen zu besprechen.  © Lutz Hentschel

Auch in den Köpfen der Spieler scheint sich einiges verändert zu haben. "Dann gewinnen wir in der Vorbereitung auch gegen drei DEL-Vereine und jeder denkt - wow. Wir müssen unseren Job machen, hartnäckig sein und haben keine Favoritenrolle", kontert Brockmann.

Die hat nicht nur aus seiner Sicht derzeit ein Verein ganz klar inne: Kassel. Die Huskies wollen aufsteigen, haben den besten Kader zusammengestellt und den Dresdnern eindrucksvoll mit zwei Testspiel-Siegen gezeigt, wo der Hammer hängt.

"Der Dämpfer tat gut", so der Coach. "Sie sind der Top-Favorit, das haben sie gezeigt, das wollten sie uns zeigen. Wenn du Kassel schlagen willst, muss bei uns alles passen."

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Dresdner Eislöwen Abschieds-Gewitter bei den Eislöwen: Elf Spieler müssen gehen, aber einer bleibt!

In der Vorbereitung lief aber nicht viel falsch: 18 Tore in sechs Partien zeigen, die Offensiv-Power ist da. Rechnet man die zehn Gegentore aus den Kassel-Partien raus, stand die Defensive felsenfest. Dreimal zu null ist ein klares Statement.

Wichtig war, dass bis auf Philipp Kuhnekath (25, muskuläre Probleme) alle fit sind. Zuletzt hieß es warten: "Aufs erste Spiel. Ich will immer wissen, wo man steht, aber meistens wirst du es nach dem ersten Spiel nicht erfahren", merkt Brockmann an. Dessen Wunsch für heute lautet: "Drei Punkte gegen Ravensburg."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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