Winter Game begeistert Eislöwen-Goalie Schwendener: "Im Ranking ganz weit oben"

Dresden - Ein Feuerwerk setzte den Schlusspunkt unter ein Freiluft-Spektakel erster Güte. Zwar gab es beim 2:3 (n. V.) kurzzeitig lange Gesichter bei den Dresdner Eislöwen nach dem verpassten Sieg im Winter Game gegen Meister Eisbären Berlin. Doch das Ost-Duell in der DEL war ein voller Erfolg. Das sah auch Goalie Janick Schwendener (33) so.

Heißer Einlauf bei fetten Minusgraden. Für Eislöwen-Keeper Janick Schwendener (33) war das Winter Game ein absoluter Karriere-Höhepunkt.  © Robert Michael/dpa

"Das Spiel steht in meinem Karriere-Ranking ganz weit oben", sagt der 33-Jährige: "Vor so vielen Zuschauern. Ich glaube nicht, dass da noch eins kommt, wo mehr Fans dabei sein werden. Das freut mich ganz sehr, dass ich da mit dabei sein durfte. Es wird auf jeden Fall immer in Erinnerung bleiben", hatte der gebürtige Schweizer ein breites Grinsen im Gesicht.

In den 60 Minuten und 14 Sekunden auf dem Eis konnte er mehrfach seine Klasse zeigen. Schwendener hatte den Vorzug vor dem finnischen Olympiasieger und Weltmeister Jussi Olkinuora (35) erhalten. Mit seinen Paraden hielt er die Eislöwen immer wieder im Spiel. 27 von 30 Schüssen konnte er abwehren.

"Für mich besonders schön, weil ich vor der Saison nicht unbedingt damit gerechnet habe, dass ich das auch spielen darf. Deshalb habe ich es umso mehr genossen." Zur Kälte konnte er nur lächeln. "Das war die perfekte Temperatur, um Eishockey zu spielen. Es hat sich so angefühlt wie früher, als ich frühmorgens in Klosters in den Bergen auf dem Eis stand."

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Er hatte es zudem schon kälter: "Mit Klosters in St. Moritz im Freiluftstadion bei -24 Grad." Da waren jetzt die -10 Grad fast schon kuschelig.

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Dresdner Eislöwen: Janick Schwendener gibt Hoffnung auf Klassenerhalt noch nicht auf

Den 3:2-Siegtreffer von Eisbär Liam Kirk (26, r.) in der Overtime konnte Janick Schwendener nicht verhindern.  © Robert Michael/dpa

Bis 1:54 Minuten vor Schluss führte Dresden 2:1, dann kam Ty Ronning (28). "Das war sehr bitter. Schade, dass wir das so kurz vor Schluss wieder hergeben mussten. Berlin hat es in der Overtime nicht unverdient gewonnen. Aber es wäre für uns deutlich mehr möglich gewesen", so der Goalie.

Drei Punkte hätten im Abstiegskampf noch mal für eine Initialzündung sorgen können. So war es zumindest einer. 13 Partien sind es noch, zwölf Punkte Rückstand hat Dresden auf den Vorletzten Frankfurt.

"Die Unterstützung schätzen und spüren wir sehr. Wir versuchen, uns, auf gut Deutsch, wirklich in jedem Spiel den Arsch aufzureißen. Wir hoffen, dass noch der eine oder andere Punkt bei uns hängenbleibt", hat Schwendener die Hoffnung noch nicht gänzlich aufgegeben.

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