Personalbeben! Dresdner Eislöwen schmeißen den Trainer raus

Dresden - Peng! Andreas Brockmann (55) ist nicht länger Trainer der Dresdner Eislöwen sein. Der 55-Jährige wurde am Dienstagmittag von seinem Amt entbunden. Das gab der Verein auf einer Pressekonferenz am Mittag bekannt. Ursprünglich lief sein Vertrag bis Ende April 2023.

Trainer Andreas Brockmann (55) musste am Dienstag seinen Hut als Chefcoach der Dresdner Eislöwen nehmen.
Trainer Andreas Brockmann (55) musste am Dienstag seinen Hut als Chefcoach der Dresdner Eislöwen nehmen.  © Lutz Hentschel

Die Pleite am Freitag in Bayreuth brachte ein Fass zum Überlaufen, das sich in der letzten Zeit immer mehr füllte.

Zwischen dem Sportlichen Leiter Matthias Roos (42) und dem 55-Jährigen gab es seit Längerem unterschiedliche Auffassungen. Vor Wochen meinte Brockmann: "Wer ein anderes System haben will, der braucht einen anderen Trainer."

Genau diese Flexibilität in der Spielweise der Dresdner machte sie zuletzt etwas ausrechenbarer.

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Und deshalb wurde laut TAG24-Informationen immer wieder das Gespräch mit Brockmann gesucht. Doch der Bayer galt als störrisch, blieb seiner Linie treu.

Die offizielle Begründung bestätigt all dies: "Der emotionslose Auftritt in Bayreuth hat gezeigt, dass es an der Zeit ist zu handeln. Wenn wir unsere sportlichen Ziele erreichen wollen, müssen jetzt Ergebnisse folgen. Dabei stehen die Spieler in der Pflicht und sind als Mannschaft gefordert diese abzuliefern", so Roos.

"Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen in der sportlichen Ausrichtung des Teams, ist eine weitere Zusammenarbeit nicht zielführend. Insbesondere was die Flexibilität des Spielsystems, die Kommunikation und die Entwicklung junger Spieler an sich betrifft, liegen die Vorstellungen insgesamt zu weit auseinander. Perspektivisch wollen wir in der täglichen Arbeit andere Schwerpunkte und Impulse setzen“, erklärt Roos weiter.

Dresdner Eislöwen: Ist Niklas Sundblad ein Kandidat für den Trainerposten?

Bis auf Weiteres übernimmt Co-Trainer Petteri Kilpivaara (37). Ihm zur Seite stehen Ex-Profi und Team-Manager Steven Rupprich sowie Roos selbst.

Dem Finnen würde die Chance bis Saisonende gegeben, sich zu beweisen. Es wäre die einfachste und schnellste Lösung.

Seit geraumer Zeit geistert zwar auch der Name Niklas Sundblad (50) durch die Dresdner Eishockey-Szene, aber der Schwede dürfte, wenn überhaupt ein Kandidat für den Neuanfang und den Angriff auf die DEL sein.

Originalmeldung vom 7. Januar, 14 Uhr, aktualisiert um 14.46 Uhr.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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