Piraten-Frust beim Saison-Aus! Spielte eine strittige Strafe das Zünglein an der Waage?

Crimmitschau - Das zweite und entscheidende Pre-Play-off-Duell zwischen den Eispiraten Crimmitschau und den Lausitzer Füchsen stand auf Messers Schneide. War eine Strafe (5 Minuten plus Spieldauer) gegen ETC-Crack Louis Brune (25) beim 2:6 (1:0, 0:1, 1:5) kurz vor Ende des zweiten Drittels der Grund für die Sommerpause der Westsachsen?

Die Enttäuschung stand den Eispiraten nach dem Saison-Aus ins Gesicht geschrieben.
Die Enttäuschung stand den Eispiraten nach dem Saison-Aus ins Gesicht geschrieben.  © IMAGO/Mario Jahn

Im Gerangel mit Weißwassers Marlon Braun (22) hatten beide den Schläger oben. Der Weißwasseraner bekam ihn dabei in den Nacken. "Ich muss meine Worte mit Bedacht wählen, weil es nicht allein mein Geld wäre", meinte Piraten-Coach Jussi Toures (36). Er biss sich auf die Zunge, um nichts zu sagen, was eine nachträgliche Strafe nach sich ziehen würde.

"Ich kenne Louis. Bin mir sicher, dass er den Gegenspieler nicht verletzten wollte. Der Schläger trifft den Nacken, sodass sie die fünf Minuten geben können. Ist es bei der Linie, welche die Referees in dem Spiel fuhren, gerechtfertigt? Absolut nicht! Sie hatten die Möglichkeit, die Strafe auszusprechen und das taten sie."

Füchse-Coach Christof Kreutzer (58) meinte: "Ich habe es während des Spiels gar nicht gesehen, sondern hinterher in der Pause im Video. Die Schiedsrichter waren sehr lange draußen, um es sich genau anzuschauen. Das ist bei so einem Spiel wichtig. Sie trafen eine Entscheidung und ich denke, diese ist so korrekt."

Weißwasser nutzte die fünfminütige Überzahl. Aus dem 1:1 machten Clarke Breitkreuz (34) & Co. in der Zeit ein 3:1. Dylan Wruck (33) verkürzte acht Minuten vorm Ende noch, aber sein Team musste aufmachen und die Gäste machten den Sack zu. Jetzt wartet Kassel auf die Füchse im Viertelfinale.

Titelfoto: IMAGO/Mario Jahn

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