Overtime-Krimi in Berlin: KEC-Star Nick Bailen erlegt die Eisbären gleich doppelt!

Berlin/Köln - Die Kölner Haie haben ihrem Angstgegner das Fürchten gelehrt. Das Team von Headcoach Uwe Krupp (57) gewann eine hart umkämpfte Partie bei den Eisbären Berlin mit 4:3 (1:1, 1:2, 1:0, 1:0) nach Verlängerung.

Haie-Stürmer Mark Olver (35, r.) bejubelt seinen Treffer zum 3:3-Ausgleich gegen die Eisbären Berlin.
Haie-Stürmer Mark Olver (35, r.) bejubelt seinen Treffer zum 3:3-Ausgleich gegen die Eisbären Berlin.  © IMAGO / Fotostand

Vor 13.828 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena diktierten die Hausherren vom ersten Bully weg das Geschehen auf dem Eis. Kein Wunder, hatten die Hauptstädter zuletzt doch fünf Spiele in Serie für sich entscheiden können.

Doch trotz zahlreicher guter Chancen gelang es Haie-Goalie Mirko Pantkowski (24) mit Glück und Geschick, seinen Kasten in der ersten Minuten sauber zu halten. Und vorne? Da agierte der KEC eiskalt.

Nach einem Puck-Gewinn von Mark Olver (35) im gegnerischen Drittel, jagte Ex-NHL-Profi David McIntyre (35) die Scheibe zur 1:0-Führung für die Kölner ins Netz. Es war bereits der 19. Saisontreffer für den Kanadier.

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Die Antwort der Eisbären ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Bereits in der 17. Minute markierte Frank Mauer (34) den verdienten Ausgleich. Mit 1:1 ging es schließlich in die erste Pause.

Kölns Torschütze McIntyre sagte bei MagentaSport: "Ich bin nicht ganz zufrieden. Wir haben zu viele Puckverluste, Berlin ist zu oft bei uns in der Zone. Es ist ein schnelles Spiel, wir müssen auf Details achten und wir müssen smart sein am Puck."

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Doppelt hält besser: Nick Bailen trifft gleich zweimal in Overtime

KEC-Cheftrainer Uwe Krupp (57) will mit seiner Mannschaft unbedingt unter die Top-6 der Liga, um sich direkt für das Playoff-Viertelfinale zu qualifizieren.
KEC-Cheftrainer Uwe Krupp (57) will mit seiner Mannschaft unbedingt unter die Top-6 der Liga, um sich direkt für das Playoff-Viertelfinale zu qualifizieren.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Im zweiten Spielabschnitt hatten die Gastgeber von Beginn an erneut mehr Spielanteile. Folgerichtig fiel in der 22. Minute auch der nächste Berliner Treffer. Marcel Noebels (30) brachte seine Farben erstmals in Führung.

Die Haie hielten dagegen und glichen durch Landon Ferraro (31) zum 2:2 aus (34.). Doch nur 17 Sekunden nach seinem Jubel wurde der Kanadier vom Schiedsrichter wegen eines Fouls auf die Strafbank geschickt. Das anschließende Powerplay nutze der neunfache Deutsche Meister, um durch Giovanni Fiore (26, 35.) erneut in Führung zu gehen.

Die Puckjäger aus der Domstadt ließen sich von dem erneuten Rückstand aber nicht aus der Ruhe bringen. Fünf Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, als die Haie in Person von Mark Olver erneut zurückbissen. Trotz zahlreicher Hochkaräter auf beiden Seiten hieß es am Ende der regulären 60 Minuten: 3:3. Es ging in die Verlängerung.

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Dort kam das Spiel zu einem kuriosen Ende: Nick Bailen (22) traf für Köln, doch die Unparteiischen gaben den Treffer zunächst nicht. Der Puck war allerdings klar hinter der Linie.

Headcoach Uwe Krupp peilt direkte Playoff-Qualifikation an

Die Gäste blieben am Drücker und nur Sekunden später schoss der Star-Verteidiger der Haie den Puck ein zweites Mal in die Maschen, diesmal eindeutig. Die Schiris gingen dann nochmal zum Videobeweis und erkannten: Schon der erste Bailen-Schuss war drin! Sei's drum, der Extrapunkt wandert von der Spree an den Rhein.

Der Siegtorschütze nach der Partie: "Das war wie ein Playoff-Spiel. Ich weiß gar nicht, ob ich am Ende doppelt getroffen habe. Wenn der erste Puck nicht im Tor gewesen wäre, hätte ich zu Hause Ärger mit meiner Frau bekommen..."

KEC-Trainer Uwe Krupp sagte bei MagentaSport zum Playoff-Kampf: "Es ist eng, auch Platz vier ist noch in Reichweite. Wir wollen da ein Wort mitreden." Aktuell liegen die Haie auf Tabellenplatz acht.

Titelfoto: IMAGO / Fotostand

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