Ushuaia (Argentinien) - Die Wintersport-Welt sorgt sich um Sofia Goggia (33). Der italienische Ski-Star ist krankheitsbedingt aus dem Trainingslager des Teams im argentinischen Ushuaia abgereist, sogar eine Infektion mit dem Hantavirus steht im Raum.
"Sie hatte ein Problem mit der Müdigkeit, aber es ist nichts Schlimmes, es geht ihr einfach nicht gut. Sie fühlte sich nicht in der Lage, um trainieren zu können", erklärte Gianluca Rulfi (63) gegenüber der "Gazetta dello Sport".
Und führte weiter aus: "Es machte keinen Sinn, dort zu bleiben und vielleicht sogar eine Verletzung zu riskieren. Deswegen hielt sie es für besser, nach Hause zurückzukehren, um alles neu zu planen."
Eine genaue Diagnose teilte der technische Direktor des italienischen Frauenteams nicht mit. "Vielleicht hat sie sich auch mit einem Hantavirus angesteckt, wer weiß", sprach Rulfi über eine mögliche Infektion der Olympiasiegerin. Bestätigt ist die Vermutung nicht.
Befeuert wurden die Gerüchte, weil die Region Ushuaia in diesem Jahr bereits aufgrund eines Ausbruchs des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff in den Schlagzeilen stand.
Ist der Weltcup-Start von Sofia Goggia in Gefahr?
Als weiteren Grund für die Rückreise nannte Ralfi zudem die anstehende medizinische Betreuung in Mailand. "Um sich einige Untersuchungen zu unterziehen. Denn hier in Argentinien hätte das zu lange gedauert. Es hatte keinen Sinn, hier zu bleiben", so der Trainer Goggias.
Bis zu ihrer Erkrankung war die Italienerin im Training sowohl im Super-G, Riesenslalom und Slalom unterwegs.
Jetzt steht für die Olympiasiegerin von 2018 zunächst die genaue Klärung der Ursache auf dem Plan. Erst im Anschluss soll dann der Zeitplan erarbeitet werden, wann Goggia wieder in die Vorbereitung und dann auch auf die Ski-Piste zurückkehren kann.
Das Ziel bleibt weiter unverändert: die Eröffnung der Weltcup-Saison am 24. Oktober im österreichischen Sölden.