Jungk hadert mit Silber in Altenberg, Kreher glücklichste Zweite: "Es gibt ein neues Tattoo!"

Altenberg - Auf den Armen von Susanne Kreher sind über 30 Tattoos. Als die Dresdnerin am Freitag beim Heimweltcup in Altenberg Silber gewann und sich ihren großen Traum vom Olympia-Start endlich erfüllte, verriet sie: "Es gibt ein neues Tattoo!"

Susanne Kreher (27) freute sich über das Olympia-Ticket für Cortina. Als Belohnung gibt's ein weiteres Tattoo.
Susanne Kreher (27) freute sich über das Olympia-Ticket für Cortina. Als Belohnung gibt's ein weiteres Tattoo.  © Lutz Hentschel

Was, das hält sie geheim. Die 27-Jährige versprach, dass es keine olympischen Ringe werden. Bisher zieren Schmetterling, Grabstein, Blume, Katze, eine Hand mit Messer, ein Bär auf der Wolke ihre Arme. Vielleicht werden es die Freundentränen, die Kreher nach dem zweiten Lauf im Kohlgrund am Freitag vergoss.

"Ich konnte nicht anders, weil ich jetzt sicher dabei bin", verriet die Skeletoni, nachdem sie ihre dritte Olympia-Norm (Top acht) eingefahren hatte. Sie war "so erleichtert".

Dass Jacqueline Pfeifer mit einer Gesamtzeit von 1:54,42 Minuten und einem Bahnrekord im zweiten Lauf (57,06 Sekunden) sich den Sieg sicherte, war Kreher egal. Sie war die glücklichste Zweite.

Skeleton: Axel Jungk ärgert sich über Fehler in beiden Läufen

Axel Jungk (34) haderte mit seinen beiden Läufen. Deshalb konnte er sich über Platz zwei nicht freuen.
Axel Jungk (34) haderte mit seinen beiden Läufen. Deshalb konnte er sich über Platz zwei nicht freuen.  © DPA/Robert Michael

Alles andere als glücklich war ihr Vereinskollege vom Dresdner SC: Axel Jungk. Dabei hatte er zeitgleich mit Matt Weston (Großbritannien) und dem Oberhofer Christopher Grotheer ebenfalls Platz zwei eingefahren. Das Trio lag 18 Hundertstel hinter dem britischen Sieger Marcus Wyatt.

"Es ist eine schöne Situation. Ich bin mit Platz zwei extrem unzufrieden", so Jungk. "Das war nicht gut von mir." Im ersten Lauf kostete dem 33-Jährigen ein kleiner Fehler im oberen Bahnteil Zeit, im zweiten Durchgang flog er fast am Start hin. "Wäre ich gut gefahren, hätte ich gewonnen."

Das Positive mit Blick auf die Olympia-Rennen in Cortina in wenigen Wochen: Der DSC hat jetzt zwei Medaillen-Kandidaten im Feuer. Während die für Kreher "eine schöne Zugabe" wäre, will Jungk als Olympia-Zweiter von 2022 unbedingt aufs Podest. Altenberg zeigte: Weltcup-Gesamtsieger Weston ist schlagbar.

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"Wir wussten, dass wir näher dran sind. Das gibt Selbstvertrauen und dies bekommen wir auch in Cortina hin", so Axel. "Wir wissen nicht, was haben sie noch in der Hinterhand - und sie nicht, was wir haben. Es wird eine Materialschlacht."

Titelfoto: Bildmontage: Lutz Hentschel, dpa/Robert Michael

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