Skispringer bestohlen: Einbruchs-Schock bei Weltcup in Deutschland!

Willingen - Beim Skisprung-Weltcup in Willingen präsentierten sich die norwegischen Skispringer am Sonntag in guter Form. Dabei hatten sie kurz zuvor einen gewaltigen Schrecken verkraften müssen.

Marius Lindvik (27) stellte mit dem vierten Platz am Sonntag in Willingen sein zweitbestes Saisonergebnis auf - trotz des Wirbels, der das norwegische Team begleitete.
Marius Lindvik (27) stellte mit dem vierten Platz am Sonntag in Willingen sein zweitbestes Saisonergebnis auf - trotz des Wirbels, der das norwegische Team begleitete.  © Swen Pförtner/dpa

In der Nacht zu Sonntag war in die norwegische Umkleide nämlich eingebrochen worden, wie Sportdirektor Jan-Erik Aalbu (62) dem norwegischen Dagbladet erzählte, so etwas habe er noch nie erlebt.

Die norwegischen Athleten bemerkten am Sonntagvormittag, als sie sich auf dem Weg in ihre Umkleide machten, dass etwas nicht stimmte, und schlugen Alarm.

"Ich war bei der Polizei. Es wird ermittelt und es wird alles getan, was nötig ist", sagte Aalbu.

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Zwar seien glücklicherweise keine Ski und Sprungstiefel entwendet worden, dafür aber jede Menge andere Ausrüstung: "Helme, Jacken, Mützen, Handschuhe und Brillen sind weg", so der Sportdirektor.

Glücklicherweise seien die Helme für Olympia schon geliefert worden, sodass die betroffenen Sportler diese als Ersatz nutzen konnten, zudem konnten sich die Norweger weitere Ausrüstung leihen.

Skispringen: Norwegen glaubt nicht an Sabotage

Norwegens Sportdirektor Jan-Erik Aalbu (62) erlebte in Willingen ein Novum.
Norwegens Sportdirektor Jan-Erik Aalbu (62) erlebte in Willingen ein Novum.  © Terje Pedersen/NTB/dpa

Bei der Polizei habe Aalbu Videoaufnahmen vom Einbruch gesehen, der sich zwischen 23.30 und 24 Uhr abgespielt hatte: "Darauf sieht man Leute, die in den Umkleideraum gehen. Dann kommen sie mit den Helmen von Johann André Forfang und Halvor Egner Granerud auf dem Kopf wieder heraus."

Erkennen konnten die Norweger auf den Aufnahmen leider niemanden, was auch an der schlechten Bildqualität lag.

"Wir haben keinen Verdacht gegen jemanden. Wir finden es nur seltsam, dass sie in einen norwegischen Umkleideraum eingebrochen sind", so der 62-Jährige. Bisher gebe es aber keinen Hinweis auf Sabotage.

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Von dem Trubel zeigten sich die norwegischen Springer allerdings unbeeindruckt, Marius Lindvik (27) stellte seine aufstrebende Form unter Beweis und verpasste das Podium als Vierter nur um 0,4 Punkte. Kristoffer Eriksen Sundal (24) auf Platz sechs und Halvor Egner Granerud (29) als 13. rundeten das gute Mannschaftsergebnis ab.

Titelfoto: Bildmontage: Swen Pförtner/dpa, Terje Pedersen/NTB/dpa

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