Skisprung-Star tobt nach Innsbruck: "Wünsche Veranstalter alles Schlechte"

Innsbruck (Österreich) - Bei ihm lief wirklich alles schief! Der norwegische Skisprung-Star Halvor Egner Granerud (29) erlebte beim dritten Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck einen komplett gebrauchten Tag. Nach einem misslungenen Sprung im ersten Durchgang, der ihn den zweiten Durchgang kostete, machte er seinem Ärger über die Veranstalter Luft.

Halvor Egner Granerud (29) verpasste in Innsbruck den zweiten Durchgang und machte seinem Ärger später öffentlich Luft.
Halvor Egner Granerud (29) verpasste in Innsbruck den zweiten Durchgang und machte seinem Ärger später öffentlich Luft.  © KERSTIN JOENSSON / AFP

Der Grund für Graneruds Unmut war eine Verkettung unglücklicher Umstände: Nachdem er seinen Probesprung absolviert hatte, blieb er rund eine halbe Stunde im Aufzug zur Schanze stecken. Was für sich genommen schon ärgerlich war, wurde dadurch verstärkt, dass der Veranstalter seine Tasche mit normalen Schuhen verlegt hatte, sodass der 29-Jährige die komplette Zeit in Sprungstiefeln stehen musste.

"Es ist lange her, dass sich mein Körper so schlecht angefühlt hat wie jetzt, nachdem ich nach dem Training eine halbe Stunde lang mit der Sprungausrüstung und allem Drum und Dran in einem stehenden Aufzug herumgestanden habe", sagte Granerud gegenüber NRK.

Der zweimalige Gesamtweltcup-Sieger, der im ersten Durchgang nur 118 Meter sprang, machte die Situation für seine schwache Leistung verantwortlich: "Das hat mich sehr negativ beeinflusst."

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Noch deutlicher wurde der Norweger nach dem Sprung bei Viaplay: "Ich hoffe, dass sie nächstes Jahr keine Wettkämpfe mehr hier veranstalten dürfen. Das geht so nicht, das ist total beschissen", schimpfte Granerud: "Es ist jedes Jahr dasselbe. Ich wünsche dem Veranstalter alles Schlechte!"

Vierschanzentournee: Halvor Egner Granerud greift Springen in Innsbruck heftig an

Der Weg nach oben war für Halvor Egner Granerud in Innsbruck mit allerlei Hindernissen versehen.
Der Weg nach oben war für Halvor Egner Granerud in Innsbruck mit allerlei Hindernissen versehen.  © Daniel Karmann/dpa

Dann ließ er durchblicken, dass er im kommenden Jahr das Innsbruck-Springen sogar auslassen könnte, wenn er nicht um den Gesamtsieg kämpfe: "Ich habe diesen ganzen Ort so satt."

Auf Instagram revidierte er seine Aussage später aber wieder: "Etwas übertriebene Reaktion im Interview, ich wünsche dem Veranstalter nichts Böses. Entschuldigung für diese Äußerung", schrieb Granerud in seiner Story.

Ohnehin verlief der Prestige-Wettbewerb für den norwegischen Topspringer bisher alles andere als nach Plan. Vor dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen wurde Granerud, der die Tournee 2023 für sich entscheiden konnte, wegen eines um zwei Millimeter zu kurzen Anzugs disqualifiziert.

Titelfoto: Bildmontage: KERSTIN JOENSSON / AFP, Daniel Karmann/dpa

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