Stuttgart - Was als langersehnter Besuch bei der Familie im Ausland geplant war, endete für einen 33-jährigen Wahl-Stuttgarter in einer medizinischen und finanziellen Katastrophe. Nun hofft er auf Hilfe aus der Bevölkerung.
Teja Jupudi lebt seit mehreren Jahren mit seiner Frau im Stuttgarter Stadtteil Plieningen und wollte Ende Dezember nach langer Trennung seine Verwandten in Indien besuchen. Nur wenige Wochen später kämpfte der junge Mann gegen eine seltene Autoimmunerkrankung und musste bereits eine Amputation überstehen.
"Kurz vor der Reise entwickelte Teja in Deutschland Symptome, die wie eine einfache Grippe mit anhaltendem Husten wirkten", hieß es auf GoFundMe. Es wirkte zunächst wie eine einfache Grippe, die mit Antibiotika behandelt wurde. Da sich Tejas Zustand scheinbar besserte, trat das Paar die Reise an.
Doch unmittelbar nach der Ankunft in Indien verschlechterte sich seine Verfassung dramatisch. Ein schmerzhafter Ausschlag an den Beinen und massive Gelenkschmerzen machten jede Bewegung unmöglich.
Nach Tagen voller Ungewissheit folgte am 12. Januar die Schockdiagnose: Teja leidet an einer ANCA-assoziierten Vaskulitis, einer aggressiven Erkrankung, die die eigenen Blutgefäße angreift.
Die Folgen der Erkrankung waren zu diesem Zeitpunkt bereits verheerend, da die Blutversorgung eines Fußes unterbrochen war. "Um sein Leben zu retten, hatten die Ärzte keine andere Wahl, als einen Teil seines Fußes zu amputieren", teilten seine Unterstützer mit.
Paar kämpft mit finanziellen Sorgen
Für den bis dahin aktiven 33-Jährigen bedeutet dies einen tiefen Einschnitt, dem nun eine langwierige und schmerzhafte Rehabilitation folgt. Neben der körperlichen und emotionalen Belastung kämpft das Paar jetzt zudem mit finanziellen Sorgen.
Da die Reise nur als kurzer Besuch geplant war, besteht in Indien keine umfassende Krankenversicherung. Die Kosten für Intensivpflege, Operationen und Medikamente haben die Ersparnisse der Familie bereits aufgebraucht und steigen täglich weiter an.
Um Teja und seine Frau Sai in dieser schweren Zeit zu unterstützen, wurde auf der Plattform GoFundMe ein Spendenaufruf ins Leben gerufen. Von den erhofften 35.000 Euro sind bereits 27.000 Euro eingegangen.
Das Geld soll nicht nur die laufenden Krankenhauskosten decken, sondern auch die notwendige Prothese und die langfristige Therapie finanzieren, damit Teja sich uneingeschränkt auf seine Genesung konzentrieren kann.