140 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen gewaschen: 29-Jähriger unter Verdacht

Stuttgart - Der Taskforce Finanzkriminalität Baden-Württemberg ist ein Schlag gegen zwei Verdächtige wegen mutmaßlicher Geldwäsche in Millionenhöhe gelungen.

Der Hauptbeschuldigte soll von 2017 bis 2022 zwei Krypto-Mixer betrieben haben. (Symbolbild)
Der Hauptbeschuldigte soll von 2017 bis 2022 zwei Krypto-Mixer betrieben haben. (Symbolbild)  © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, wurden in den vergangenen Tagen mehrere Wohnungen und Geschäftsräume im Raum Stuttgart und Frankfurt am Main durchsucht.

Im Verdacht stehen zwei 29-Jährige, die einen sogenannten Krypto-Mixer, einen Anonymisierungsdienst für Kryptowährungen, der die Herkunft und das Ziel von Transaktionen verschleiert, betrieben zu haben. Kriminelle wollen so offenbar Geld aus illegalen Geschäften am Finanzamt vorbeischmuggeln.

"Den Ermittlungsbehörden liegen Erkenntnisse vor, dass Krypto-Mixer gezielt von
Personen aus dem kriminellen Milieu genutzt werden, um die Herkunft aus
illegalen Aktivitäten stammender Vermögenswerte zu verschleiern", erklärt die Generalanwaltschaft.

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Der 29-jährige Hauptbeschuldigte soll von 2017 bis 2022 zwei Krypto-Mixer betrieben und die Währungen Bitcoin und Ethereum gegen eine Provision pro Transaktion gehandelt haben.

"Allein das bislang festgestellte Transaktionsvolumen im Bereich Ethereum beläuft sich auf etwa 140
Millionen US-Dollar", teilt die Generalstaatsanwaltschaft mit. Die Generalanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der Geldwäsche, des Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz und der Steuerhinterziehung.

Der zweite Beschuldigte aus dem Raum Stuttgart soll technisch und betrieblich unterstützt und dafür bezahlt worden sein.

Zahlreiche elektronische Geräte bei Durchsuchung beschlagnahmt

Die Polizei durchsuchte Wohnungen und Geschäftsräume und beschlagnahmte zahlreiche Datenträger. (Symbolbild)
Die Polizei durchsuchte Wohnungen und Geschäftsräume und beschlagnahmte zahlreiche Datenträger. (Symbolbild)  © Jens Büttner/dpa

Bei der Durchsuchung wurden zahlreiche elektronische Geräte, Speichermedien, Geschäftsunterlagen, Kryptowährungs-Wallets und Vermögenswerte beschlagnahmt. Die Ermittler werten nun die Datenträger aus.

Die Taskforce Finanzkriminalität besteht aus Beschäftigten des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, der Steuerfahndungsstelle des Finanzamts Stuttgart II sowie der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart.

Die Verdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Titelfoto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

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