Dunkel- statt Hellblau: Das macht die neuen Polizeiuniformen im Südwesten so besonders
Von Marco Krefting
Stuttgart - Als erste Landespolizei stattet Baden-Württemberg laut dem Innenministerium Polizistinnen und Polizisten mit einer neuen Uniform aus, die besseren Schutz etwa bei Messerangriffen bieten soll.
Dafür seien sogenannte schnitthemmende Elemente ins Gewebe eingearbeitet worden. Dieser Schnittschutz ist den Angaben nach von außen nicht zu erkennen.
"Wir tun so alles, um die zu schützen, die uns schützen", erklärte Innenminister Manuel Hagel (38, CDU). "Unsere Polizeikräfte halten jeden Tag für uns die Knochen hin, nicht selten in schwierigen Einsatzlagen - das ist oftmals weit mehr als reine Arbeit. Sie bestmöglich zu schützen, hat für mich deshalb oberste Priorität."
Die neue Kleidung, die Polizistinnen und Polizisten nun peu à peu bekommen, soll zudem mehr Tragekomfort bieten sowie wettertauglicher sein.
Man sieht die Beamtinnen und Beamten jetzt beispielsweise häufiger in dunkelblauen Poloshirts statt hellblauen Hemden - etwa auf dem Cannstatter Volksfest.
Poloshirt löst Hemd nicht ab
Neben dem Poloshirt stehen Einsatzanzug, Softshelljacke, Langarmshirt und Cargohose auf dem Zettel. Sie werden nach Angaben des Innenministeriums aus deutlich funktionaleren Stoffen gefertigt - ähnlich dem Material von Wander- oder Outdoorkleidung.
"Das Poloshirt soll das Hemd nicht ablösen, es ergänzt die bisherige Dienstkleidung", teilt der Sprecher mit.
Die Landesverbände der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) berichten von positiven Erfahrungen. Die Kolleginnen und Kollegen seien sehr zufrieden, sagt der Landesvorsitzende der Gewerkschaft, Dirk Preis. Gerade im heißen Sommer seien die Poloshirts gut angekommen.
Titelfoto: Franziska Kraufmann/dpa
