Stuttgart - Die anhaltende Hitze der vergangenen Tage hat drastische Auswirkungen auf die Gewässer in Stuttgart. Die Wassertemperaturen in den Seen klettern zeitweise auf über 30 Grad.
Vor allem Seen ohne natürliche Zuflüsse sind laut dem Amt für Umweltschutz extrem anfällig für den aktuellen Hitzestress. Aber auch Gewässer, die an Bäche angeschlossen sind, erhalten durch die lange Trockenperiode derzeit kaum noch kühles Frischwasser, wie die Landeshauptstadt mitteilte.
Durch die hohen Wassertemperaturen sinkt die Sauerstofflöslichkeit. Kommt es nach langen Sonnenphasen zu einem Wetterwechsel mit Bewölkung, sterben Algen und Wasserpflanzen ab.
Der anschließende biologische Abbau dieser Pflanzenreste verbraucht zusätzlich viel Sauerstoff. In der Folge kam es in einigen Gewässern bereits zu einem Fischsterben, von dem insbesondere Hechte betroffen waren.
Um das Umkippen der Seen zu verhindern, mussten das Tiefbauamt, die jeweiligen Seepächter, Anglervereine und das Technische Hilfswerk (THW) bereits Notfallmaßnahmen ergreifen.
So wurde Quell- und Leitungswasser in die betroffenen Gewässer eingespeist, um die Sauerstoffwerte zu stabilisieren.
Langfristig hilft auch das sogenannte Teilentschlammen der Seen. Aus Kostengründen können solche Maßnahmen jedoch nicht überall sofort umgesetzt werden.
Hunde vom Wasser fern halten
Die extremen Bedingungen begünstigen zudem die rasante Ausbreitung von Cyanobakterien, besser bekannt als Blaualgen. Aktuell sind der Feuersee im Westen sowie der Rondellsee in Rohr stark betroffen.
Das Tiefbauamt warnt eindringlich davor, mit dem Wasser in Kontakt zu kommen. Besonders für Hunde kann das Trinken des belasteten Wassers lebensgefährlich sein.
An beiden Seen wurden entsprechende Warnschilder aufgestellt, die von Passanten keinesfalls entfernt werden dürfen.