Noch nie zuvor gesehen: NSU-Fiat von 1938 im Verkehrsmuseum enthüllt!

Dresden - Unter Blitzlichtgewitter wurde am gestrigen Dienstag ein neuer Bereich in der Dauerausstellung "Straßenverkehr" des Verkehrsmuseums enthüllt. Das Highlight: ein NSU-Fiat 1100 von 1938, neu restauriert und noch nie zuvor gesehen!

Kuratorin Maria Nikolai (32) polierte die rot-schwarz glänzende Karosserie vor der großen Enthüllung auf Hochglanz.
Kuratorin Maria Nikolai (32) polierte die rot-schwarz glänzende Karosserie vor der großen Enthüllung auf Hochglanz.  © Eric Münch

2017 aus Privatbesitz erworben, wurde das Auto (eine Lizenz des Fiat 508 Balilla) für insgesamt 96.000 Euro aufwendig restauriert.

"Mit diesem Pkw rufen wir die Dresdner Firma Gläser in Erinnerung, die einst zur Spitze des Karosseriebaus gehörte", erklärte Museumsdirektor Michael Vogt (53).

Während die eine Hälfte die neue Karosserie zeigt, gewährt die andere, geöffnete Seite einen Einblick in die verborgenen Ecken des Fahrzeugs.

Selbstfahrendes Auto angezündet: Augenzeuge filmt krasses Feuer
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So kann man beispielsweise einen Blick auf den "Schwiegermuttersitz" erhaschen, auf welchem früher quer zur Fahrtrichtung gesessen wurde.

"Hier braucht man allerdings eine sehr gelenkige Schwiegermutter", fügte Kuratorin Maria Nikolai (32) lachend hinzu.

Mit seinen 32 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 105 km/h zählte der NSU-Fiat seinerzeit zu den flotteren Sportcabriolets.
Mit seinen 32 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 105 km/h zählte der NSU-Fiat seinerzeit zu den flotteren Sportcabriolets.  © Eric Münch
Die Luxuskarosserien wurden damals nur in kleinen Serien von etwa 50 Stück produziert.
Die Luxuskarosserien wurden damals nur in kleinen Serien von etwa 50 Stück produziert.  © Eric Münch
Museumschef Michael Vogt (53) freut sich über den Neuzugang, ein seltenes Schmuckstück.
Museumschef Michael Vogt (53) freut sich über den Neuzugang, ein seltenes Schmuckstück.  © Eric Münch

Interessierte können den rot-schwarz glänzenden Wagen und die fünf weiteren Gläser-Exponate von Montag bis Freitag jeweils von 10 bis 18 Uhr besichtigen. Eintritt: 11/5 Euro.

Titelfoto: Eric Münch

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