München - Kalte Frühlingstage, plötzliche Regenschauer oder brütende Sommerhitze: Sommerreifen müssen echte Alleskönner sein. Doch der aktuelle Test des ADAC zeigt, dass nicht jeder Reifen diese Disziplinen souverän meistert.
Getestet wurde die Dimension 225/50 R17 – eine gängige Größe für Mittelklassefahrzeuge. Bewertet wurden Fahrverhalten, Bremsperformance auf trockener und auf nasser Fahrbahn sowie Umweltkriterien wie Laufleistung und Kraftstoffverbrauch.
Ganz vorne fährt der Continental PremiumContact 7 mit einem Gesamturteil von 1,9. Besonders bei der Fahrsicherheit setzt er Maßstäbe. Sowohl auf trockener als auch auf nasser Strecke kratzt er beim Bremstest nur knapp an einer sehr guten Bewertung vorbei.
Dahinter folgen der Pirelli Cinturato C3 (2,2) und der Goodyear EfficientGrip Performance 2 (2,3). Letzterer punktet zusätzlich mit beeindruckender Laufleistung: Prognostizierte 57.800 Kilometer.
Auf Platz vier landet der Firestone Roadhawk 2 (2,6). Seine Fahrleistungen sind solide, doch die Umweltbilanz (3,0) verhindert eine bessere Gesamtwertung.
ADAC-Sommerreifentest: Ergebnisse im Überblick
Sommerreifen-Tipp: Auf die DOT-Nummer achten
Weniger überzeugend schneiden drei Modelle ab: Lassa Revolva (3,6), Leao Nova-Force Acro (3,8) und Linglong Sport Master (4,2). Besonders auffällig ist der Linglong: Auf nasser Fahrbahn erzielt er mit 1,5 die beste Einzelwertung im gesamten Testfeld. Auf trockener Straße zeigt er jedoch deutliche Schwächen (3,8).
Dazu kommt eine vergleichsweise geringe prognostizierte Laufleistung von nur rund 26.000 Kilometern.
Der ADAC rät daher klar zu möglichst ausgewogenen Modellen. Das EU-Reifenlabel allein reicht als Entscheidungsgrundlage nicht aus. Selbst Reifen mit gutem Nasslabel können im Praxistest enttäuschen.
Und noch ein Detail, das oft übersehen wird: Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf die DOT-Nummer an der Reifenflanke. Der ADAC empfiehlt, möglichst junge Reifen zu wählen, idealerweise nicht älter als zwei Jahre.
Reifenhersteller entwickeln ihre Modelle kontinuierlich weiter. Ein frisches Produktionsdatum bedeutet also nicht nur weniger Alterungsprozess, sondern oft auch kleine technische Verbesserungen.