"Call of Duty" kann es doch noch: "Modern Warfare 4" überrascht im Test – positiv

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Deutschland - Call-of-Duty-Fans können aufatmen! Endlich endet die monatelange Dauerpenetration à la "Bestell dir sofort unseren Titel vor, du Opfer." Ja, okay, die Message wurde jetzt etwas frei interpretiert, aber der Nerv-Faktor war schon Prestige-Level 55+. Was uns zur Frage bringt: Hätte sich das Vorbestellen denn gelohnt? Spoiler: Ja, hätte es.

Alte Liebe, neue Modi: Die Spielereihe "Call of Duty" überrascht mit dem neuen Titel "Modern Warfare 4" auf mehreren Ebenen.
Alte Liebe, neue Modi: Die Spielereihe "Call of Duty" überrascht mit dem neuen Titel "Modern Warfare 4" auf mehreren Ebenen.  © Infinity Ward/Modern Warfare 4

Natürlich entschuldigt ein geiles Game keine Dauerwerbesendung im Startmenü, aber: Ehre wem Ehre gebührt. Vor allem die Kampagne war ja mal ein richtiger Volltreffer.

Die Handlung verbindet eine fiktive nordkoreanische Invasion Südkoreas mit – and there he is – Captain Prices persönlichem Rachefeldzug.

Unser allerliebster Kriegs-Johnny liefert uns eine überraschend gute Offline-Story, überraschend spannende Geschichte und eine spektakuläre Inszenierung – übrigens mit mehreren Erzählsträngen.

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Etwa sieben Stunden lang hat man hier seinen Spaß, bis die Story erzählt ist. Ein paar Wermutstropfen hat auch das beste Game im Gepäck – so auch "CoD:MW4".

Die Leistung der KI-Gegner, die an der Seite der relativ eindimensionalen Bösewichte kämpfen, schwankt stark. Die Waffenhandhabung und -bewegungen fühlen sich schon extrem gut an.

MW4 überzeugt mehr, als die Tester erwartet hatten

Nord gegen Süd: Die Korea-Kampagne hat zwar extrem flache Bösewichte, aber Inszenierung und Story machen hier einiges wieder wett.
Nord gegen Süd: Die Korea-Kampagne hat zwar extrem flache Bösewichte, aber Inszenierung und Story machen hier einiges wieder wett.  © Infinity Ward/Modern Warfare 4

Dafür sind die Waffen bereits zum Start recht gut ausbalanciert. Der Extractions-Shooter "Demilitarized Zone" – uns allen ja besser bekannt unter dem Kürzel "DMZ" – könnte Modi-Fans an die Shop-Kassen locken. Neben dem obligatorischen Multiplayer der heimliche Held des neuen Titels.

Im Endeffekt erreicht MW4 wieder das Level, das wir am Ende des vergangenen Jahrzehnts gefeiert hatten. Auch wenn es auf keinen Fall das Genre neu erfindet, so liefert es uns doch ein Spielerlebnis, wie wir es uns seit langem wieder wünschen.

Auch die TAG24-Redaktion ist selbst etwas überrascht, dass sie so wenig zum Schimpfen gefunden hat. Und wir würden draufhauen, wenn wir könnten.

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Dafür trösten wir uns mit "Kill Block" als neuem Peng-Peng-Modus. Ein sich ständig veränderndes Multiplayer-Schlachtfeld mit über 500 möglichen Kartenkonfigurationen.

Für PC, PS5, Xbox Series X/S und Switch 2 kann man sich den neuen "Infinity Ward"-Shooter auf die Platte kesseln. Wir vergeben in der Kategorie First-Person-Shooter an "Modern Warfare 4" hauchdünn erreichte 9/10 Splittergranaten. Das hat uns selbst zugegeben so sehr irritiert, dass wir bei Bewertungsportalen nachschauen mussten, wie sehr wir daneben liegen müssen – aber auch hier sind die Wertungen ähnlich.

Vergesst aber nach dem Installieren nicht die goldenste aller CoD-Regeln: Update erfordert Neustart.

Titelfoto: Infinity Ward/Modern Warfare 4

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