Angestellter von deutschem Möbelhersteller rastet vor Stripclub aus: Kollege mit Barhocker k. o. geschlagen

Melbourne (Australien) - Die "Bar 20" in Melbourne wirbt damit, der beste Stripclub der ganzen Stadt zu sein. Zwei Angestellte der australischen Tochtergesellschaft des deutschen Möbelherstellers "Vereinigte Spezialmöbelfabriken" (VS) wollten sich das Lokal genauer ansehen - und gaben dabei kein gutes Bild ab.

Ganz links huscht Tony R. ins Bild. Er schmiss den Barhocker in Richtung Eingang des Clubs, traf dabei aber seinen Kollegen am Kopf (roter Kreis).  © Screenshot/X/@CollinRugg

Der Vorfall ereignete sich bereits am 30. Januar. Bis heute schlägt er hohe Wellen, für die Beteiligten hat er ein Nachspiel.

Wie 7 News berichtet, feierten die beiden Kollegen an jenem Freitagabend in der Nacktbar. Weil sie sich gegenüber Tänzerinnen und Personal "beleidigend verhalten" haben sollen, flogen die Männer aus dem Lokal. Ein paar Minuten später eskalierte die Situation.

Videos, die auf X kursieren, zeigen, wie die beiden zuerst mit Türstehern in Streit geraten, dann nach draußen gedrängt werden. Während einer der Männer geradezu bettelnd versucht, wieder in den Club gelassen zu werden, fährt sein Kollege andere Geschütze auf.

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Weil er einen Poller vor dem Lokal offenbar nicht zu fassen bekommt, geht er in ein benachbartes Restaurant, greift sich dort einen Barhocker und schmeißt ihn in Richtung Eingang des Stripclubs. Dumm nur, dass dort noch sein Kollege steht. Er bekommt den Hocker gegen den Kopf, sackt danach zusammen. Knockout!

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Video zeigt, wie der Barhocker den Mann am Kopf trifft

Deutscher Möbelhersteller meldet sich zum Verhalten der Männer zu Wort

Tony R. (58) war jahrelang Führungskraft, nicht nur für die Vereinigten Spezialmöbelfabriken. Jetzt ist er seinen Job bei seinem deutschen Arbeitgeber los.  © Screenshot/LinkedIn/Tony R.

Wie sich erst mehr als eine Woche danach herausstellte, handelte es sich bei dem Hockerwerfer um Tony R. (58), damals noch Leiter der australischen VS-Niederlassung. Sein Opfer war ein Kollege.

Auf TAG24-Anfrage bestätigte VS (Sitz in Tauberbischofsheim, Baden-Württemberg) den unrühmlichen Vorfall: "Wir haben eine interne Untersuchung angestoßen", teilte ein Sprecher des Unternehmens mit. Besagter Mitarbeiter sei zudem nicht länger bei VS tätig. Das deckt sich mit Angaben, die R. auf seinem LinkedIn-Profil gemacht hat.

"Auch wenn sich das Ereignis außerhalb der Geschäftszeiten ereignete und keinen dienstlichen Bezug aufwies, war das gezeigte Verhalten inakzeptabel und steht im krassen Widerspruch zu unseren Werten und Überzeugungen", teilte der Sprecher mit. Man nehme die Angelegenheit sehr ernst.

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Ob R.s Kollege ebenso mit firmeninternen Konsequenzen rechnen müsse, ließen die Vereinigten Spezialmöbelfabriken unbeantwortet.

Für beide Männer könnte ihr Fehlverhalten zusätzlich ein rechtliches Nachspiel haben. Laut 7 News soll die australische Polizei ermitteln. R. und seinem ehemaligen Kollegen droht demnach ein Bußgeld. Sie sollen ihr Verhalten inzwischen bedauern.

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