Armer, unschuldiger Rentner aus Bett gezerrt und verschleppt - jetzt ist er tot!

Sydney (Australien) - Anderthalb Wochen nach der anscheinend auf einer Verwechslung beruhenden Entführung eines 85-Jährigen in Sydney hat die australische Polizei nun offenbar seine sterblichen Überreste gefunden.

Chris Baghsarian (†85) wurde entführt und kam anschließend ums Leben. Die Polizei ist sich sicher: Die Entführer hatten den Falschen!  © NSW Police Force

Sie seien am Dienstag in der Nähe eines Golfclubs in Pitt Town, einer Kleinstadt nordwestlich von Sydney, entdeckt worden, teilte die Polizei mit.

Eine rechtsmedizinische Untersuchung solle nun Gewissheit verschaffen, sagte der bei der Polizei von New South Wales für Raub und Schwerverbrechen zuständige Abteilungsleiter, Andrew Marks, vor Journalisten.

Er verurteilte das "skrupellose" Vorgehen der Entführer gegen einen "unschuldigen Mann". Die Familie des Opfers sei "zutiefst bestürzt", fügte Marks hinzu.

Aus aller Welt Stecken geblieben: Besucher des höchsten Fernsehturms der Welt erleben Albtraum

Australische Medien berichteten, Videos und Fotos zeigten, dass das Entführungsopfer schwere Verletzungen erlitten habe. So sei ihm ein Finger abgetrennt worden.

Anzeige

Großvater Chris Baghsarian wurde verwechselt, jetzt ist er tot

Die Polizei rief die Entführer noch auf, Baghsarian freizulassen. Am Ende vergeblich ... (Symbolfoto)  © NSW Police Force

Drei Eindringlinge hatten den 85-jährigen allein lebenden Witwer und Großvater Chris Baghsarian am frühen Morgen des 13. Februar aus seinem Haus in Ryde, einem nördlichen Vorort von Sydney, verschleppt.

Ein paar Tage später rief Marks die Entführer öffentlich auf, den auf Medikamente angewiesenen alten Mann freizulassen. "Ich bin hundertprozentig sicher, dass sie die falsche Person haben", sagte Marks damals.

Den Ermittlungen zufolge wollten die Kidnapper eigentlich einen mit einem kriminellen Netzwerk in Verbindung stehenden Mann entführen, wie australische Medien berichteten.

Aus aller Welt Affäre mit Schüler (15)? Lehrerin ist ihren Job los

Baghsarian und seine Familie hätten allerdings keinerlei Verbindungen zur Unterwelt, hatte Marks in seinem Appell an die Entführer betont.

Mehr zum Thema Aus aller Welt: