Baby nach mysteriöser Erkrankung im künstlichen Koma: Deutsche Auswanderin startet weltweiten Hilferuf

Hamburg/Hobart (Australien) - Elena Bali ist zehn Monate alt, liegt in Australien im künstlichen Koma und gibt den Ärzten Rätsel auf. Ihre Mama sucht weltweit nach Hilfe.

Mit nur sechs Wochen begann der Leidensweg des Kindes.  © privat

Laura Bali (26) lebte den Traum vieler Menschen. Die im ruhigen Stadtteil Volksdorf aufgewachsene Hamburgerin fand die große Liebe und wanderte vor vier Jahren nach Australien aus.

Im Oktober 2025 erblickte Töchterchen Elena das Licht der Welt und machte das Glück perfekt. Doch dann kamen die Sorgen.

"In den ersten sechs Wochen entwickelte sie sich normal. Mitte Dezember konnte sie von einem auf den nächsten Tag ihre Augen nicht mehr richtig öffnen", erzählt die 26-Jährige im Gespräch mit TAG24.

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Ihre Eltern gingen zunächst von einer Allergie oder einer Bindehautentzündung aus, da ihre Augen auch angeschwollen waren. Doch es wurde auch nach einigen Tagen nicht besser.

Als das damals sechs Wochen alte Kind die Augen nur einen Spalt öffnete, der nächste Schreck.

Die Augen drifteten nach außen und verloren ihre Bewegung. Da ging es für die Familie ins Krankenhaus.

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Ärzte entdecken weiße Punkte auf Hirnnerv

Anfangs konnte Elena noch beide Augen öffnen, vorübergehend keines und später nur eins.  © Bildmontage: privat (2)

In der Notaufnahme ging es dann ganz schnell, da die Ärzte einen Schlaganfall, einen Tumor oder Botulismus (bakterielle Vergiftung) befürchteten.

"Einige MRTs später wurde bestätigt, dass es kein Tumor oder Schlaganfall war, aber ein weißer Punkt auf dem dritten Hirnnerv, der für die Augenmuskeln verantwortlich ist, gefunden wurde", erinnert sich die Mama.

Das Ergebnis stellte die Ärzte vor ein erstes Rätsel. "Es wurde sehr lange diskutiert, wie relevant der weiße Punkt ist, und die Neurologen waren sich alle sehr uneinig", so Laura.

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Es folgte ein zwei Monate langer Untersuchungs-Marathon im Krankenhaus. Da alles unauffällig blieb, wurde das Mädchen schließlich entlassen.

Fünf Monate später folgte der erste Lichtblick.

"Sie konnte plötzlich ein Auge abwechselnd öffnen. Die Ärzte konnten bestätigen, dass sie sieht, da lange Zeit ungewiss war, ob sie überhaupt noch sehen kann. Das war nun unsere neue Realität", erzählt die Hamburgerin.

Elena bekommt "Beiß-Episoden"

Laura Bali (26) ist ständig an der Seite ihrer Tochter.  © Bildmontage: privat

Doch den Eltern fiel auf, dass Elena ihre Entwicklungsmeilensteine - unter anderem das Rollen und Sitzen - verspätet erreichte.

Aber nicht nur das: "Sie fing an, ihren Kiefer sehr stark aufeinander zu drücken. Anfangs hat sie nur alle paar Tage ihre Lippe gebissen, dann ihre Wange, ihre Zunge", sagt die 26-Jährige

Laura nennt es "Beiß-Episoden", da eine Epilepsie ausgeschlossen wurde. Diese Episoden wurden immer häufiger und stärker.

"Wir sind dann am 20. August zurück ins Krankenhaus und seitdem sind wir hier. Viele Tests, die Anfang des Jahres gemacht wurden, wurden jetzt wiederholt. Die MRTs haben mehr weiße Punkte im Mittelhirn gezeigt und zeigen eine Atrophie des Mittelhirns", so die Auswanderin.

"Das sind alles beunruhigende Beobachtungen und die Ärzte haben keine Idee, was die Ursache sein könnte", sagt Laura.

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Mädchen werden Milchzähne gezogen

Elena wurde in ein künstliches Koma versetzt.  © privat

Weder Beruhigungsmittel noch Muskelrelaxanzien zeigten Wirkung, die Bisse hielten an. Elena biss sich ihre Zungenspitze und fast die Hälfte der Zunge ab.

"Daher mussten sie sie leider in ein künstliches Koma legen, um ihrer Zunge die Chance zu geben, zu heilen, während weitere Möglichkeiten erforscht werden. Bedauerlicherweise wurde die Entscheidung getroffen, alle ihre Milchzähne zu entfernen und sie hat Botox in ihre Wangen gespritzt bekommen, mit der Hoffnung die Muskeln zu entspannen. Das ist der aktuelle Stand der Dinge", so die 26-Jährige.

Besonders auffällig sei, dass Elena immer wieder Phasen der Stabilisierung oder Verbesserung hat, gefolgt von plötzlichen Verschlechterungen. Deshalb vermuten die Ärzte inzwischen unter anderem eine genetische Erkrankung.

Laura zeigt die mysteriöse Erkrankung ihrer Tochter auf Instagram und hofft, dass vielleicht auf diesem Wege ein Arzt darauf aufmerksam wird, der die Symptome zuordnen kann.

Zugleich hofft die Auswanderin auf finanzielle Unterstützung und hat eine Spendenaktion auf der Plattform GoFundMe eingerichtet, da beide Eltern derzeit nicht arbeiten, um sich voll auf die Unterstützung der Tochter konzentrieren zu können.

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