Nach anzüglichem Spruch über Popstar Kylie Minogue: Premier gerät in Bedrängnis

Von Carola Frentzen

Canberra (Australien) - Australiens Premierminister Anthony Albanese hat mit einer Bemerkung über Pop-Ikone Kylie Minogue (58) für Wirbel gesorgt. Nachdem der 63-Jährige die Sängerin in einem Comedy-Podcast zu seiner Favoritin in einem anzüglichen Fragespiel erklärt hatte, entschuldigte er sich jetzt öffentlich und "unmissverständlich" für seine Aussagen.

Der australische Premierminister Anthony Albanese (63) geriet mit einer Bemerkung über Sängerin Kylie Minogue und sein Eheleben ins Hintertreffen.  © Lukas Coch/AAP/dpa

Albanese war kürzlich im Podcast "Bush Deep" der Komikerin Nikki Osborne zu Gast, die Folge wurde Ende vergangener Woche veröffentlicht.

In einer Schnellfragerunde des Spiels "Shag, Marry, Date" sollte er entscheiden, mit welcher der drei australischen Berühmtheiten Kylie Minogue, Nicole Kidman und Rhonda Burchmore er am ehesten schlafen, wen er heiraten und mit wem er ausgehen würde. 

Zunächst zögerte der Premier mit dem Hinweis, dass er ja erst vor sechs Monaten geheiratet habe. Schließlich entschied er sich aber doch für Popstar Kylie Minogue.

Spanien Drogenfarm des Grauens: Zwischen Marihuana-Pflanzen kämpfen Tiere ums Überleben

Auf die Nachfrage der Moderatorin, ob das für alle drei Kategorien gelte, antwortete Albanese: "Alles davon. Sie ist großartig." Aber damit nicht genug: Für weitere Schlagzeilen sorgte eine scherzhafte Bemerkung über sein Eheleben.

Auf die Frage Osbornes, ob er und seine Frau "wie die Kaninchen" Sex hätten, entgegnete Albanese augenzwinkernd: "Na ja, wenn wir Zeit haben." Ein Sieg seines Lieblings-Rugbyteams, der South Sydney Rabbitohs, sei "immer ein gutes Aphrodisiakum".

Anzeige

Von der australischen Opposition hagelte es Kritik

Popstar Kylie Minogue (58) scheint mit dem australischen Premier einen großen Fan zu haben.  © Jörg Carstensen/dpa

Die Äußerungen lösten in Australien Kritik aus – auch aus der Politik. Die unabhängige Abgeordnete Zali Steggall bezeichnete die Teilnahme an dem Spiel nach einem Bericht des Senders ABC als "völlig unangebracht" für einen Regierungschef.

Die konservative Oppositionspolitikerin Sarah Henderson nannte die Aussagen respektlos gegenüber Frauen und herabwürdigend für das Amt des Premiers.

Albaneses Regierung verwies dagegen auf ihre Bilanz in der Gleichstellungspolitik. Sein Vize Richard Marles betonte, der Premier habe sich zudem "unmissverständlich entschuldigt".

Frankreich Teenager (14) "terrorisiert" Passanten mit Wasserpistole - Polizei nimmt ihn gleich zweimal in einer Woche fest

Arbeitsministerin Tanya Plibersek nahm den Regierungschef ebenfalls in Schutz und sagte, mit seiner Bewunderung für Kylie Minogue stehe er "in einer Reihe mit Millionen Australiern".

Mehr zum Thema Australien: