Während Deutschland bibbert, werden in diesem Land 47 Grad erwartet
Von Sabina Crisan, Anne-Sophie Mielke
Canberra - Während viele Menschen in Europa mit Frost, Glätte und Schneechaos zu kämpfen haben, erlebt Australien eine außergewöhnlich starke Hitzewelle. In weiten Teilen des Landes herrschen extreme Temperaturen, besonders betroffen ist nach Angaben der Meteorologen der Süden des Landes. Dort steigen die Temperaturen über mehrere Tage hinweg vielerorts auf deutlich über 40 Grad.
Hinzu kommen ungewöhnlich warme Nächte, die kaum Abkühlung bringen. Wetterdienste sprechen von einer schweren bis extremen Hitzewelle, die deutlich über den für diese Jahreszeit üblichen Werten liegt und zu den intensivsten der vergangenen Jahre zählt.
Örtlich liegen die Temperaturen bis zu 18 Grad über dem sommerlichen Durchschnitt.
Am Donnerstag werden laut ABC in den nördlichen Teilen Südaustraliens, Victoria und New South Wales Höchstwerte erwartet. Zu den heißesten Städten zählt Port Augusta, wo die Temperaturen auf bis zu 47 Grad klettern. Bereits am Mittwoch wurden dort 46,3 Grad gemessen.
Die extreme Hitze erhöht die Gefahr von Busch- und Flächenbränden erheblich. In mehreren Bundesstaaten gelten Warnungen vor sehr hoher bis extremer Brandgefahr. In Victorias Norden wüten bereits erste Buschbrände.
Behörden riefen die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht auf, Feuerwehr und Rettungsdienste stehen in erhöhter Alarmbereitschaft.
Zudem warnt der Wetterdienst vor böigen Winden mit bis zu 90 Kilometern pro Stunde und vereinzelt schweren Gewittern mit Trockenblitzen. "Im Landesinneren von Südaustralien besteht die Möglichkeit von Staubstürmen", erklärt Sarah Scully, leitende Meteorologin beim BOM, gegenüber ABC.
Südwind bringt leichte Abkühlung
Erst mit dem Durchzug einer Kaltfront zum Ende der Woche wird in Teilen des Südens eine spürbare Abkühlung erwartet. Australien leidet besonders unter den Folgen des Klimawandels.
Ein Bericht des Weltklimarates (IPCC) vom Februar 2022 geht davon aus, dass das Land in Zukunft noch häufiger von verheerenden Naturereignissen heimgesucht wird.
Titelfoto: Bildmontage: KYLIE SHINGLES / CFA WANDONG FIRE BRIGADE / AFP,Jessica Hromas/AAP/dpa
