"Symbolträchtiges Projekt unseres Jahrhunderts": China eröffnet riesige Wasserstraße
China - Nach nur vier Jahren Bauzeit wurde in China eine 134 Kilometer lange Wasserstraße eingeweiht. Damit soll der Handel deutlich vereinfacht werden.
Der Kanal in der südlichen Region Guangxi verbindet die Mündung des Flusses Pingtang im Gebiet der Millionenmetropole Nanning mit dem Golf von Tonkin. Dieser ist ein Ausläufer des Südchinesischen Meeres und grenzt neben China auch an Vietnam.
Wie "Gulf News Asia" berichtete, passierte am Mittwoch der erste Frachtkahn den Pinglu-Kanal. Staatsmedien bezeichneten ihn als "symbolträchtiges Projekt unseres Jahrhunderts".
Von nun an soll ein erheblich schnellerer Transport von Gütern, vor allem nach Südostasien, ermöglicht werden.
Bislang mussten Waren noch einen Umweg über die weiter östlich gelegene, südchinesische Hafenmetropole Guangzhou nehmen. Dieser Umweg von mehr als 560 Kilometern Länge kann ab sofort vermieden werden.
Auch die Transportkosten werden wohl spürbar verringert: Durch den Kanal sollen sie um 18 bis 30 Prozent gesenkt werden.
Relevant ist die neue Route insbesondere für ländliche Gebiete in chinesischen Provinzen wie Sichuan, Chongqing und Yunnan. Diese sind verkehrstechnisch deutlich schlechter erschlossen als wohlhabendere Regionen im Osten Chinas.
Wasserstraße nahm nur vier Jahre Bauzeit in Anspruch
Güter wie Kohle und Erze, aber auch Chemikalien oder Getreide aus dem Südwesten der Volksrepublik können nun leichter auf ausländische Märkte gelangen.
Der Großteil der Bauarbeiten bestand laut lokalen Medien in der Verbreiterung und Vertiefung bereits vorhandener Wasserwege - nur ein kleiner Abschnitt musste neu ausgehoben werden. Begonnen wurde mit dem Projekt im August 2022.
Titelfoto: Zhang Ailin/XinHua/dpa
