Dank dieser Zeichnung: Entführter findet nach 33 Jahren zu seiner Mutter zurück

Yunnan (China) - Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Ein junger Familienvater aus China hat seine Mutter, 33 Jahre nachdem er auf offener Straße entführt wurde, endlich wiedergefunden!

Mithilfe der Polizei und einer eingeleiteten DNA-Untersuchung schafft es Li Jingwei (37), seine leiblichen Eltern nach 33 Jahren ausfindig zu machen. (Symbolbild)
Mithilfe der Polizei und einer eingeleiteten DNA-Untersuchung schafft es Li Jingwei (37), seine leiblichen Eltern nach 33 Jahren ausfindig zu machen. (Symbolbild)  © 123rf/gcalin

Ganze drei Jahrzehnte hatte es gedauert, bis Li Jingwei (37) endlich wieder in die Arme seiner Eltern fallen konnte – und das nur, weil er sich die Karte seiner Heimatstadt eingeprägt und immer wieder skizziert hatte.

Wie das britische Boulevardmagazin Mirror berichtet, begann alles im Jahr 1989, als Jingwei gerade einmal vier Jahre alt war und mit einem Spielzeug angelockt, entführt und schließlich an eine Familie im über 2000 Kilometer weit entfernten Henan verkauft wurde.

Jeden Tag verbrachte der kleine Junge daraufhin damit, die Karte seiner Heimat aufzuzeichnen – in der Hoffnung, diese niemals zu vergessen. Und tatsächlich: Zwar konnte er sich nach einigen Jahren nicht mehr an die Namen seiner Eltern oder an den der Stadt erinnern, die Provinz selbst entfiel ihm jedoch nie.

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Diese Hartnäckigkeit wurde nun endlich belohnt, als Jingwei am 24. Dezember eine seiner unzähligen Skizzen auf dem chinesischen Videoportal "Douyin" teilte und von seiner Geschichte berichtete.

Was daraufhin passierte, gleicht einem Wunder.

Mithilfe der Polizei und einer eingeleiteten DNA-Untersuchung schafft es der junge Chinese, seine leiblichen Eltern ausfindig zu machen. Nach 33 langen Jahren und "unzähligen Nächten voller Sehnsucht" konnte er am Wochenende endlich nach Hause kehren.

Diese Skizze teilte Jingwei online und fand somit zu seiner Familie zurück

Mutter und Sohn fallen sich schluchzend in die Arme

In einem Video, welches seither auf Social Media verbreitet wird, ist zu sehen, wie der 37-Jährige zu Boden geht, während seine Mutter schluchzt: "Ich habe endlich mein kleines Baby gefunden!"

Ob gegen Jingweis Pflegefamilie rechtliche Schritte eingeleitet worden sind, ist derzeit noch nicht klar. Es ist jedoch fraglich, ob der junge Mann, der mittlerweile selbst Vater ist, das überhaupt möchte.

Schließlich hat er die fremden Menschen über die Jahre trotz allem lieben gelernt.

In einem Interview mit lokalen Medien gab er zudem an, dass sie ihm "die Grundsätze des Menschseins" beigebracht haben, damit er fleißig lernen und eine glorreiche Zukunft vor sich haben konnte.

Titelfoto: Bildmontage: 123rf/gcalin & Twitter/Screenshot/sophierose233

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