Fallschirmspringerin wird im freien Fall bewusstlos - und überlebt schwer verletzt
Nottingham (England) - Holly Wiffen (35) aus England ist eine erfahrene Fallschirmspringerin mit über 420 Sprüngen. Ihren letzten Flug hat sie aber nur wie durch ein Wunder überlebt.
Aus rund 3000 Metern sprang die Britin im Rahmen eines Gruppen-Fallschirmsprungs vor rund einem Monat in der Nähe des Langar Airfield bei Nottingham aus einem Flugzeug.
Kurz darauf passierte das Unglück: Laut der britischen Tageszeitung "Daily Mail" stieß Wiffen mit dem Bein eines anderen Skydivers zusammen und verlor umgehend das Bewusstsein. Mit einer Geschwindigkeit von rund 241 Kilometern pro Stunde raste sie daraufhin ungebremst und unkontrolliert Richtung Boden.
Zwar versuchten die anderen Springer noch, die bewusstlose Frau zu erreichen und sie an der Hand zu packen, das scheiterte allerdings.
Erst rund fünf Sekunden vor dem Aufprall habe Wiffen dann instinktiv den Auslöser ihres Fallschirms bedient, obwohl sie sich selbst daran nicht erinnern könne, heißt es in dem Bericht weiter.
Zudem soll das sogenannte AAD (Automatic Activation Device) ausgelöst haben. Dabei handelt es sich um ein automatisches Notfallsystem, das einen Reservefallschirm auswirft, wenn der Springer eine vorher eingestellte Höhe mit zu hoher Geschwindigkeit erreicht.
Holly Wiffen hatte großes Glück: "Wäre auf dem Boden aufgeschlagen und zu Brei geworden"
Daraufhin krachte die 35-Jährige in einen Nadelbaum inmitten eines weitläufigen Feldes. Dieser bremste ihren Sturz so weit ab, dass sie mit schweren Verletzungen davonkommen konnte. Neben einem Beinbruch erlitt sie eine Fraktur der Wirbelsäule. Inzwischen wurde die Britin bereits operiert und befindet sich auf dem Weg der Besserung.
Jetzt will sie "so schnell wie möglich wieder Fallschirmspringen", sagt Wiffen gegenüber der "Daily Mail". Gleichzeitig gibt sie aber auch zu, dass sie großes Glück hatte und die Sache für sie auch böse hätte enden können: "Wäre ich nicht gegen den Baum gekracht, wäre ich auf dem Boden aufgeschlagen und zu Brei geworden. Die meisten Menschen überleben solche Fallschirmunfälle nicht."
Titelfoto: 123RF/1971yes
