Brignoles/Bassin DÀrchahon - "Ich weine, während ich das schreibe." Mit diesen Worten beschreibt Andrea Kiewel (61) die wohl dramatischsten Stunden ihres Urlaubs. Die "Fernsehgarten"-Moderatorin ist in Südfrankreich mitten in das verheerende Waldbrand-Inferno geraten und musste sich vor den Flammen in Sicherheit bringen. In der "SuperIllu" schildert sie Szenen, die sie bis heute nicht loslassen: "Ich habe so etwas noch nie erlebt. Es ist die Hölle."
Kiewel ist längst nicht die Einzige.
Die Brände haben sich in den vergangenen Tagen über weite Teile Südwesteuropas ausgebreitet. Mehr als 300.000 Menschen mussten in Frankreich und Spanien ihre Häuser verlassen, allein in der Region um Brignoles wurden Tausende in Sicherheit gebracht.
Das größte Feuer in Frankreich erreicht inzwischen eine Fläche von rund viermal der Größe von Paris.
Von der Katastrophe bleibt selbst Hollywood nicht verschont. George Clooney (65), Ehefrau Amal (48) und ihre neunjährigen Zwillinge Alexander und Ella mussten ihr Landgut im südfranzösischen Brignoles verlassen.
Für die Familie ist das Anwesen weit mehr als ein Ferienhaus: Hier haben sich die Clooneys bewusst ein Leben fernab des Hollywood-Rummels aufgebaut, um ihren Kindern ein möglichst normales Aufwachsen zu ermöglichen.
Ehepaar Clooney sorgt sich um die Nachbarn
Wie groß die Sorge ist, macht ein Brief deutlich, den das Paar an Bürgermeister Didier Brémond schrieb und den das US-Magazin People veröffentlichte.
"Im Moment haben wir keine Ahnung, ob unser schönes Haus diesen schrecklichen Moment überstehen wird."
Gleichzeitig denken die Clooneys vor allem an ihre Nachbarn: "Wir hoffen, dass Sie und die Menschen unserer Stadt in Sicherheit sind." Den Einsatzkräften sprechen sie ihren "tiefsten Dank" aus. Sie riskierten ihr Leben, "um andere zu schützen".
Trotz der Ungewissheit endet der Brief mit einem Versprechen an ihre Wahlheimat: "Egal, was mit unserem Dorf geschieht – wir sind Teil dieser Gemeinschaft und werden dabei helfen, sie wieder aufzubauen."