Gefangen auf dem Eis: Zwei Deutsche formen SOS-Zeichen mit Schneebällen
Helsinki - Die finnische Küstenwache hat zwei deutsche Abenteurer von einer Eisscholle gerettet.
Die Frau und der Mann aus Deutschland wollten auf Skiern die zugefrorene See im Bottnischen Meerbusen zwischen der finnischen Stadt Oulu und der schwedischen Stadt Luleå überqueren, wie die Küstenwache in einem Facebook-Beitrag am Samstag mitteilten.
Eines Nachts brach ihnen jedoch das Eis unter den Füßen weg und ihre gesamte Ausrüstung - inklusive des Zelts, in dem sie schlummerten - wurde ins kalte Nass gezogen. Glücklicherweise konnten sich die zwei Deutschen auf eine stabilere Eisscholle retten. Dann wurden sie kreativ.
Mithilfe von Schnee- und Eisbällen formte das Duo ein riesiges SOS-Zeichen, dass für die ausgerückten schwedischen und finnischen Rettungsteams aus der Luft gut sichtbar gewesen ist.
Bereits am Dienstag konnten die zwei durchgefroren aber sonst wohlbehalten gefunden worden, wie der finnische Sender "MTV uutiset" berichtete.
Ein Sprecher der Küstenwache erklärte gegenüber dem Sender: "Sie waren für diese Tour gut ausgerüstet. Bei solchen Unternehmungen gibt es immer gewisse Risiken. Auch wenn das Eis fest ist, lässt sich sein Verhalten nur schwer vorhersagen."
Titelfoto: Facebook/Länsi-Suomen merivartiosto / Västra Finlands sjöbevakningssektion