Gold, Perlen und Edelsteine! Römischer Schatz vor Mittelmeerküste entdeckt

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Mljet (Kroatien) - Heute tummeln sich Dutzende Taucher vor der Küste der kroatischen Insel Mljet in der Adria. Früher galt die Bucht von Polače als sicherer Hafen auf einer der meistbefahrenen Schiffsrouten. Genau in dieser Bucht haben Forscher nun einen Schatz in einem Wrack gefunden, der seit über 1200 Jahren auf dem Meeresgrund schlummerte.

Ein unglaublicher Fund! Ein Taucher hält den goldenen Schatz in der Hand.
Ein unglaublicher Fund! Ein Taucher hält den goldenen Schatz in der Hand.  © Screenshot: Hrvatski restauratorski zavod

Darüber informierte das Kroatische Restaurierungsinstitut. Demnach soll es sich bei dem Wrack um ein Schiff aus der Zeit des byzantinischen Reiches handeln, allgemein ist dieses als Oströmisches Reich bekannt.

Zwischen dem 7. und 8. Jahrhundert nach Christus ist vor Polače ein Schiff gesunken, welches kostbare Schätze geladen hatte. In den Überresten fanden die Archäologen insgesamt vier goldene Gürtelsets, darunter goldene Schnallen und mit Smaragden, Rubinen und Perlen verzierte Gürtelschnallen. Dieser Fund deute darauf hin, dass der ehemalige Besitzer dieser Fundstücke ein hochrangiger byzantinischer Würdenträger gewesen sein könnte.

Neben dem Hüftschmuck fanden die Taucher auch noch Goldmünzen, die mit den Gesichtern von vier Kaisern der Herakleios-Dynastie geprägt sind. Durch diese ist es möglich einzugrenzen, aus welcher Zeit das Schiff und die Schätze ungefähr stammen – dem 7. Jahrhundert nach Christus.

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Des Weiteren waren Amphoren, Händlerwaagen, Elfenbeinmarken und Keramikgefäße unter der Ladung des Schiffes.

Nur ein Teil des Schatzes, den die Forscher am Boden des Meeres gefunden haben.
Nur ein Teil des Schatzes, den die Forscher am Boden des Meeres gefunden haben.  © Fotomontage: Screenshot: Hrvatski restauratorski zavod
Bei der Arbeit war echtes Fingerspitzengefühl gefragt. Eine falsche Bewegung und eines der kostbaren Tongefäße geht zu Bruch.
Bei der Arbeit war echtes Fingerspitzengefühl gefragt. Eine falsche Bewegung und eines der kostbaren Tongefäße geht zu Bruch.  © Screenshot: Hrvatski restauratorski zavod

Größter Schatz ist ein kleiner Ring

Der wohl außergewöhnlichste Fund stellt jedoch ein kleiner Goldring dar. Auf diesem befindet sich – ebenso wie auf den Münzen – ein Ebenbild eines Kaisers aus der Herakleios-Dynastie. Ein solcher Ring galt zur damaligen Zeit als besondere Ehrung, weshalb sich daraus schließen lässt, dass der Besitzer nicht nur ein wohlhabender Bürger, sondern obendrein eine hochrangige Staats- oder Militärperson gewesen sein muss.

Die Schätze werden nun von den Wissenschaftlern an Land analysiert, um noch mehr über die damalige Zeit und vielleicht sogar über den ehemaligen Besitzer herauszufinden.

Titelfoto: Fotomontage: Screenshot: Hrvatski restauratorski zavod

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